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2010-07-27 * Ausgabe 82
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Deutsch-Türken gratulieren Herrn Bundespäsidenten Christian Wulff


Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat Herrn Christian Wulff zur Wahl zum Bundespräsidenten gratuliert, viel Erfolg und Schaffenskraft in seinem neuen Amt gewünscht.

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat erklärte hierzu: „Herr Wulff hat als Ministerpräsident Niedersachsens in der Integrationspolitik neue Akzente gesetzt und die erste türkischstämmige Ministerin ernannt. Ich hoffe, dass die Fragen "Teilhabe und gleiche Chancen für Menschen mit Migrationsgeschichte° in seiner Amtszeit eine wichtige Rolle spielen werden. Ich hoffe, dass der Bundespräsident den Kontakt zu den Einwanderer/innen und deren Organisationen suchen werde.“ Berlin, 1.07.2010

Wulff: "Wann wird es bei uns endlich selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand alle gleich gute Bildungschancen bekommen?

........"Unser Land ist reich an alledem. Seine größte Stärke sind die Menschen, die hier leben. Ihre Vielfalt und ihre Talente machen Deutschland lebensund liebenswert. Mir ist es wichtig, Verbindungen zu schaffen: zwischen Jung und Alt, zwischen Menschen aus Ost und West, Einheimischen und Zugewanderten, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Arbeitslosen, Menschen mit und ohne Behinderung. Das ist nicht einfach - es gibt unterschiedliche Interessen, es gibt Vorurteile gegeneinander, Bequemlichkeiten und Anspruchsdenken. Ich will helfen, über all das hinweg Brücken zu bauen. Wir müssen unvoreingenommen aufeinander zugehen können, einander aufmerksam zuhören, miteinander sprechen. Es gibt so viele Erfolgsgeschichten. Ich erinnere mich an die Begegnung mit dem Vater von Frau Özkan, der ersten Landesministerin muslimischen Glaubens in Deutschland. Ein Mann, der hier seit über 40 Jahren hart arbeitet und auf die Bildung und den Fleiß seiner Kinder Wert gelegt hat und der nun erlebt, wie erfolgreich und geachtet seine Tochter in unserer Gesellschaft ist. Seine Augen strahlten vor Glück. Ich wünsche mir ein Land, in dem möglichst alle Eltern dieses Glück empfinden können. Dabei weiß ich: Es gibt noch längst nicht genug solcher Erfolgsgeschichten. Wann wird es bei uns endlich selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand alle gleich gute Bildungschancen bekommen? Wann wird es selbstverständlich sein, dass alle Kinder, die hier groß werden, die deutsche Sprache beherrschen, auch die deutsche Sprache beherrschen? Wann wird es selbstverständlich sein, dass jemand mit den gleichen Noten die gleichen Aussichten bei einer Bewerbung hat, egal ob er Yilmaz heißt oder Krause?

Meine Antwort auf solche Fragen lautet: Wenn wir weniger danach fragen, wo einer herkommt, als wo er hinwill. Wenn wir nicht mehr danach fragen, was uns trennt, sondern was uns verbindet. Wenn wir nicht mehr danach suchen, was wir einander voraus haben, sondern was wir voneinander lernen können. Dann wird Neues, Gutes entstehen - aus urdeutscher Disziplin und türkischem Dribbling zum Beispiel, aus preußischem Pflichtgefühl und angelsächsischer Nonchalance, aus schwäbischer Gründlichkeit und italienischer Lebensart - und demnächst vielleicht aus rheinländischer Lebenskunst und chinesischer Bildungsbegeisterung."....

Esin Tekige

********** AUSGABE 81 **********

Beratungsstelle JADWIGA in München feiert 10jähriges Jubiläum
Frauenministerin Haderthauer: „Keine Chance für Gewalt gegen Frauen – JADWIGA ist sicherer Hafen!“

„Der Handel mit Menschen ist vor allem ein Handel mit Frauen und eines der abscheulichsten Verbrechen unserer modernen Gesellschaft! Für die oftmals schwer traumatisierten Frauen ist es besonders wichtig, dass sie schnell und direkt in einem sicheren Netz aufgefangen werden.

Genau hier hilft seit 10 Jahren die Fachberatungsstelle JADWIGA in München, die die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung professionell betreut. Weitere Beratungsstellen von JADWIGA gibt es in Nürnberg und Hof. Ich freue mich sehr, dass
mein Ministerium die Fachberatungsstellen mit ins Leben gerufen hat und seither finanziell unterstützt, allein im Jahr 2009 mit 123.000 Euro“, gratulierte Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer, zugleich Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, heute (05.05.2010) in München JADWIGA zum 10jährigen Jubiläum. Haderthauer weiter: „Beim Thema Gewalt gegen Frauen in Migrantenfamilien sind wir schon einen großen Schritt vorangekommen. Ich freue mich sehr, dass im Koalitionsvertrag auf mein Wirken hin festgeschrieben wurde, dass ein eigener Straftatbestand für Zwangsheiratungen eingeführt wird. Damit haben wir einen entscheidenden Grundstein im Kampf gegen Zwangsehen gelegt.

********** AUSGABE 79 **********

Gesetzliche Neuregelungen im Jahr 2010 Bürgerinnen und Bürger profitieren
Das Jahr 2010 steht vor der Tür und hält zahlreiche gesetzliche Neuregelungen bereit. Insbesondere Familien und Arbeitnehmer dürfen sich auf einige Hundert Euro mehr im Jahr freuen. So wird sich etwa die volle steuerliche Absetzbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge positiv auf die Einkommen auswirken. Zusätzlich werden Familien von der Anhebung des Kindergeldes und der Kinderfreibeträge profitieren.

Darüber hinaus wird das Erbschaftsteuerrecht nachgebessert - für Geschwister, Nichten und Neffen werden die geltenden Steuersätze gesenkt.

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken(BVR) schätzt, dass rund 85 Prozent aller Steuerzahler vom Bürgerentlastungsgeset profitieren und mit ihrer ersten Lohnabrechnung im neuen Jahr mehr Netto auf dem Konto haben. Privat und gesetzlich
Versicherte können ab Januar 2010 ihre Krankenversicherungsbeiträgevon der Steuer absetzen. Für Familien wird das Kindergeld ab d. 1.1.2010 um je 20 Euro erhöht. Für das erste und das zweite Kind gibt es ab kommendem Jahr monatlich 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere Kind je 215 Euro. Parallel zur Erhöhung des Kindergeldes sollen die Kinderfreibeträge für jedes Kind von derzeit 6024 Euro auf 7008 Euro angehoben werden. Auch Neuerungen bei der Abgeltungsteuer bringt das Jahr 2010. Ab Januar dürfen Banken Verluste aus Kapitalvermögen bei Ehegatten verrechnen. Dafür ist lediglich ein gemeinsamer Freistellungsauftrag zu erteilen. Ist dieser bereits erteilt, ist nichts weiter zu tun. Die Bank verrechnet dann die Verluste aus Kapitalvermögen eines Ehepartners direkt mit Kapitalerträgen des anderen.

Wichtige Änderungen für Selbständige und Unternehmer in 2010 von A bis Z
*Ab 2010 dürfen Anschaffungen bis 410,00 Euro Einzelpreis im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben werden. Hier besteht dann allerdings ein Wahlrecht. Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit einen so beschimpften Abschreibungspool zu erfassen und dann mit 20% im Jahr abzuschreiben.

Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer
Der Grundfreibetrag der Einkommenssteuer, also die Höhe der Einnahmen, bis zu der gar keine Einkommenssteuer anfallen, wird ab 2010 erhöht. Für 2009 betrug er 7.834 Euro/15.668 Euro (Ledige/Verheiratete).

Ab dem Jahr 2010 steigt der Grundfreibetrag auf 8.004 Euro / 16.008 Euro(Ledige/Verheiratete).
Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Krankenversicherung
Krankenversicherungsbeiträge können steuerlich abgesetzt werden. Bisher konnten Arbeitsnehmer
und Beamte nur in bestimmten Grenzen bis zu 1.500,00¤ jährlich absetzen.

Ab 2010 gibt es Freibeträge für die Absetzbarkeit von Krankenversicherungsbeiträgen.
Diese liegen bei 2.800,00 Euro / Jahr für Selbständige bzw. 1.800,00 Euro / Jahr für Angestellte.


Abgesetzt werden darf der Krankenversicherungsbeitrag. Wer Anspruch auf ein Krankengeld hat (das hat wohl auch der Großteil der Versicherten), der muss 4% abziehen. Somit lassen sich dann 96% des Krankenversicherungsbeitrages und 100% des Pflegeversicherungsbeitrages absetzen.

Zum Fazit
Zugegeben. Zum “Z” gab es einfach nichts zu berichten, aber ich wollte die Überschrift so haben.

Die Gesetzesänderungen für 2010 bedeuten in der Summe Steuererleichterungen und mehr Geld. Das betrifft den Selbständigen, aber auch Angestellte. Ich denke im Zuge dessen, dass sich unsere Politiker “Wachtumsbeschleunigung” auf die Fahnen geschrieben haben, sind das die Zeichen in die richtige Richtung. In wie weit das Ganze durch Vater Staat finanzierbar ist, ist für mich nicht ersichtlich.

Wir hoffen auf das Beste.

Ich wünsche allen Lesern erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

********** AUSGABE 77 **********

Mit Siebenmeilenstiefeln geht es auf die Bundestagswahl zu......
Liebe Leser,
von ganzen Herzen wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Sommer und schöne, erholsame Ferien!

Mit Siebenmeilenstiefeln geht es auf die Bundestagswahl zu und ich frage mich seit längerem, was wir von einer neuen Regierung erwarten können, deren frischer Start mit solch riesigen Problemen belastet ist:

Die Staatskasse ist über Generationen hinaus verschuldet.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weiter dramatisch auseinander.

Wie weit und wie lange sich die weltweite Wirtschaftskrise noch auf uns alle auswirken wird, kann eigentlich niemand so richtig voraussagen.

Peer Steinbrück hat im Juli gefordert, ein „breites gesellschaftliches Bündnis gegen Marktgläubigkeit und Zügellosigkeit“ zu schmieden- „dann hätte die Finanzkrise wenigstens einen Sinn gehabt“. Scharf warnt er davor, daß hierzulande alle wieder wie vorher auf den Zug der Gier aufspringen- in den USA oder England benehmen sich Banken, die gestern noch Millimeter vor dem Abgrund standen heute schon wieder als die großen Gewinner.

Und inzwischen tauchen wieder die ersten Meldungen auf, daß einige deutsche Bankchefs maßlose Boni etc. absaugen- aus ihren gerade (-staatlich!-) geretteten Banken...

Wo bleibt die Moral in diesen Tagen? Wo die Menschlichkeit?

Wir haben es in der Hand, für die Menschlichkeit direkt um uns herum zu sorgen- eine große Verantwortung, die wir auch nicht abgeben können:
"Niemand hat das Schicksal für Euch vorgezeichnet. Euer Schicksal liegt in Euren Händen, vergesst das nicht", sagte US-Präsident Obama. Eine großartige Herausforderung!
Und gleichzeitig bilden WIR alle die Gesellschaft, die sich jetzt rückbesinnen muß auf die richtigen Werte: Es geht immer und überall nur um das Eine- und Allerwichtigste: den Mensch!

Dich, mich- uns alle!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns Allen nur das Beste in einer hoffentlich friedlichen Welt- Bleiben Sie gesund und dem ARImagazin gewogen!

Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 76 **********

Europawahl ......
Liebe Leser,
ein wunderbarer Sommer liegt vor uns- der Frühling hat die Natur mit voller Kraft herausgelockt! Freuen Sie sich mit mir über all die schönen Blüten, die ihren Duft verströmen.

Vor uns liegt außerdem die Europawahl- in Deutschland, Österreich, Belgien und Luxemburg wird am 7.Juni über die Zukunft von 500 Millionen Europäern abgestimmt. Das Europaparlament ist tatsächlich ein Organ, wo wir Bürger die Parlaments-Abgeordneten direkt wählen können, die in den kommenden 5 Jahren über die Europäische Zukunft bestimmen werden. Und Deutschland hat mit 99 Abgeordneten die stärkste Stimme.

Bitte gehen Sie zur Wahl- nur so hat jeder Einzelne Einfluß darauf, wie sich die EU-Gemeinschaft entwickeln wird. Ganz im Sinne ihrer vielen Bürger- wenn Sie ihre Stimme abgeben!

Wie Sie sich sicher vorstellen können, ärgert es mich besonders, daß diese Wahl nach wie vor ohne die Türkei stattfinden wird. Denn es ist ganz offensichtlich, daß das riesige Potential der Türkei mit ihrem jungen Volk einfach verkannt wird. Dabei florieren die Handelsbeziehungen trotz Finanzkrise! Immer mehr deutsche Firmen suchen Mitarbeiter, die türkisch sprechen.-
Oder hat man Angst vor einer starken Stimme im Parlament? Als mutmaßlich bevölkerungsreichster EU-Staat käme der Türkei die gewichtigste Stimme zu, sowohl im Ministerrat als auch Im Europäischen Parlament...

Nach wie vor bin ich der Meinung, daß die Türkei in der EU die wichtige Brückenfunktion zur islamischen Welt übernehmen muß - aber das wird wohl leider noch 30 Jahre dauern...

Ich wünsche uns, daß wir es früher erleben mögen.

Bayerische Fernsehen: “Türkisch- Bayerisch Kochen”
Bis dahin freuen wir uns über den schönen 4. Platz von Hadise im Eurovisionskontest und schalten demnächst auch dienstags um 21.15 Uhr das Bayerische Fernsehen ein: Die halbstündige Sendung „Türkisch-Bayerisch Kochen für Anfänger“ wird derzeit produziert. Adnan Maral („Türkisch für Anfänger“), Fritz Häring („Midgard Haus“ Tutzing) und Franz-Xaver Gernstl („Gernstls Reisen“) werden dort Gelegenheit zum „kulturellen Kennenlernen über die Küche“ bieten-
Aber vielleicht finden Sie ja vorher eine wunderbare Anregung zum kulturellen Austausch hier im ARImagazin ;-)

Eurovision in Moskau... Hadise Düm Tek Tek.. Platz 4 !
Mit der eingängigen Mischung aus melodischem Türk-Pop, orientalischen Beats und tanzbarem RnB hat der Song “Düm Tek Tek” von Hadise bei der diesjährigen Eurovision Song Contest in Moskau Platz 4 erreicht. Düm Tek Tek wurde in der Silvesternacht auf TRT (Türkiye Radyo Televizyon) vorgestellt und war seitdem im Fernsehen, Radio und auch in Diskotheken zu hören.
Der Gewinner des Contents stand dieses Jahr schon frühzeitig fest. Alexander Rybak aus Norwegen deklassierte sozusagen die Konkurrenz aus 25 Ländern und gewann das Finale mit seinem selbst geschriebenen Song “Fairytale”. Aserbaidschan wurde mit Aysel Teymurzadeh hinter Island Dritter.
Bleiben Sie uns gewogen – und vorallem gesund!

Bis zum nächsten Mal!
Herzlichst Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 75 **********

60 Jahre NATO !
Liebe Leser,
Die erste Europareise des amerikanischen Präsidenten Obama umfasste den G20-Gipfel in London, den NATO-Jubiläumsgipfel in Baden-Baden, Kehl und Straßbourg und führte ihn bis nach Prag und Ankara zu EU-Gesprächen. Es ist sicherlich ein gutes und wichtiges Zeichen, wenn der amerikanische Präsident nach Europa kommt. Aber der kalte Krieg ist glücklicherweise vorbei. Seit 9-11 stehen die Nationen vereint hinter Amerika- das transatlantische Bündnis ist ohnehin enger denn je. Wenn tagtäglich die Nachrichten beherrscht werden von heftigen Demonstrationen und Ausschreitungen, beginne ich darüber nachzudenken, ob die NATO überhaupt noch zeitgemäß ist, oder in welche Richtung sich dieses Bündnis entwickeln kann...

Ein Meilenstein auf Obamas Reise war sein Besuch im türkischen Parlament in Ankara. Es gelang ihm, die Türkei zugunsten des designierten dänischen NATO-Generalsekretärs Rasmussen umzustimmen. Vorher hatte er schon in Prag die EU aufgefordert, dem Beitritt der Türkei zuzustimmen!

"Wir sind stärker, wenn wir zusammen agieren", die Türkei sei "Brücke zwischen der islamischen Welt und dem Westen", schloß Obama.

“eine Welt ohne Atomwaffen”
Besonders im Gedächtnis wird mir jedoch Obamas Appell für eine Welt ohne Atomwaffen bleiben! Vorallem angesichts meiner beiden Enkelkinder wünsche ich mir allerdings am allermeisten eine friedliche Welt- ganz ohne Waffen!

Abwrackprämie
Neulich habe ich schon wieder einen Strafzettel bekommen. Ausgerechnet, als ich mit dem Integrationsbeauftragten Herr Neumeyer unterwegs zum Pressekonferenz war-
Dort gab es einfach keinen Parkplatz mehr. Da will man doch die Abwrackprämie ganz schnell wieder abschaffen, und fragt sich, ob es wirklich Sinn macht, noch mehr Autos in den Straßenverkehr zu bringen, denn es gibt ja hinterher auch nicht mehr Parkplätze;)

Mit einem Augenzwinkern und der Freude über den Frühlingseinbruch nach dem langen Winter
Bleibe ich Mit sonnigen Grüßen

Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 74 **********

“Lassen Sie sich nicht anstecken von den negativen Schlagzeilen! Es gibt immer Licht am Ende des Tunnels!”
Liebe Leser,
während sich am ersten Februarwochenende in München die Mächtigen der Welt zur „Sicherheits“konferenz trafen, werden im Rest der Welt weiterhin Gräueltaten an hilflosen Menschen begangen. Millionen von Kindern, Frauen und Männern kennen keine Sicherheit – für sie gibt es nur Krieg und Gewalt, Brandbomben und Raketenangriffe. Jede fallende Bombe reißt mir ein Loch ins Herz und ich kann es kaum beschreiben, wie schwer es mir fällt, die Geldverschwendung in München vor diesem Hintergrund auszuhalten. Ein Lichtblick in dieser düsteren Zeit ist der neue amerikanische Präsident Obama, der schon in den ersten Tagen seiner Regierungszeit viele, neue Entwicklungen angestoßen hat. Genau wie Sie, wünsche ich ihm weiterhin nur das Allerbeste! Sein verantwortungsvolles Amt hat er in keiner leichten Zeit übernommen- und ich meine: Der Tatendrang seiner ersten Regierungswochen weist auf eine hoffnungsvolle Zukunft hin! Sie haben zur Zeit sicher auch dieses Gefühl: Alle Menschen sind verunsichert. Mit wem man auch spricht, es geht um Verluste, um Ängste, es geht um die Krise. Die Presse ist voll düsterer Prognosen. Doch gerade als Journalistin möchte ich Sie, liebe Leser, von Herzen bitten: Lassen Sie sich nicht anstecken von den negativen Schlagzeilen! Die Situation ist bei weitem nicht aussichtslos, und wir sind nicht machtlos. Im Gegenteil, wir können durchaus etwas tun. Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, dass das Leben weiter geht. Wir sind die gleichen Menschen geblieben. Wir haben die gleichen Bedürfnisse. Kaufen Sie, was Sie ohnehin gekauft hätten. Halten Sie nicht zurück mit Anschaffungen, die Sie ohnehin getätigt hätten.
So kann jeder von uns helfen, die Wirtschaft anzukurbeln. Und egal, wie lang die Krise anhalten mag- welchem Experten möchte man noch glauben, wer kann den genauen Zeitraum wirklich vorhersehen- vergessen wir nie: Es gibt immer Licht am Ende des Tunnels!

Neulich im Zug von Frankfurt kam ich mit einem jungen Finnen ins Gespräch, der hier Freunde besuchte. Er erzählte mir begeistert, welche Maßnahmen seine Regierung gerade ergreift: Jetzt in dieser Krisenzeit investiert Finnland in Schulen und Universitäten- in seine Zukunft! Und die finnische Regierung ermuntert alle Finnen unermüdlich vor allem finnische Produkte zu kaufen.

Statt düsterer Prognosen ist das ist doch eine schöne, positiv formulierte Ermutigung - übersetzen wir den Appell des finnischen Staats an seine Bürger einfach und konsumieren auch hier vorallem einheimische Produkte! Unser Gemüsehändler um die Ecke freut sich und wir bekommen frisches, leckeres Essen auf den Tisch.

Und rund um diesen Tisch sitzt unsere wunderbare Familie, unsere Lieben, die uns Sicherheit und Glück geben – welch ein Trost! Wir haben uns gegenseitig! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen viel Glück und Gesundheit. Und vor allem Frieden.

Und wünsche uns: Bleiben Sie dem ARImagazin gewogen!

Herzlichst
Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 73 **********

Barack Obama...... Hoffnung für die Welt ?
Liebe Leser,
ständig begleiten sie uns: Die schlechten Nachrichten über die Finanzkrise. Zusammen mit dem grauen Winterwetter und der ständigen Angst vor Katastrophen und Terroranschlägen macht das nicht gerade Mut in dieser Zeit.

Trotzdem möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein wunderbares, gesundes und glückliches neues Jahr 2009 wünschen!

Denn Sie dürfen nie vergessen- wir Menschen haben uns gegenseitig! Denken Sie an Ihre Lieben - Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Lebenspartner: Schaffen Sie sich ein warmes Nest in dieser kalten Zeit! Die Begegnung und der Austausch mit unseren Lieben wärmt uns und stärkt uns für den strammen Gegenwind, der uns „draußen“ entgegenschlägt...

Und schließlich gibt es auch Hoffnung für die Welt in 2009- am 20. Januar tritt der neue amerikanische Präsident Barack Obama sein Amt an: Auf ihm lastet von Anfang an eine große Verantwortung. Unsere größte Hoffnung wird sein, daß er zu seinem Wort steht und die Truppen aus dem Irak abzieht- aber vorallem, daß unter seiner Führung keine Kriege mehr geführt werden, die nur auf den Vorteil Amerikas zielen.

Auch wenn wir gerade nicht durch eine rosarote Brille blicken können- und wir viel zu oft den Eindruck haben, es stünde jedes Jahr schlimmer um diese Welt- wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen ein friedliches neues Jahr 2009 ohne Kriege, Terror und Blutvergießen
und für Sie und Ihre Lieben nur das Beste bleiben Sie gesund!

Das wünscht Ihnen
Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 72 **********

Bewegung ist das beste Gegenmittel gegen lähmenden Stillstand!
Liebe Leser,
allerorten machen sich die Menschen Sorgen, wie es mit unserer Wirtschaft weitergeht. In diesen schweren Zeiten ist nichts wichtiger, als den Mut nicht zu verlieren und positiv an die Zukunft zu denken- diesen dringenden Appell möchte ich Ihnen gerne ans Herz legen!

Nach der Wahl in Bayern wird sich nun viel bewegen. Die Wähler an den Urnen haben deutlich gemacht, daß sie eine Veränderung wünschen und das ist das wichtigste Ergebnis- eine Veränderung bedeutet Wandel und damit sicher auch viele gute Neuerungen: Bewegung ist das beste Gegenmittel gegen lähmenden Stillstand!
Herrn Beckstein, zu dem ich immer einen netten Kontakt hatte, vermisse ich jetzt doch ein wenig, bin aber gespannt und zuversichtlich, was die Zukunft uns Bayern unter Herrn Seehofer bringen wird.

Besonders gespannt bin ich auch auf den Wahlausgang in den USA: Alle Hoffnung der Welt ruht auf dem Barack Obama und nicht nur meine Sympathie fliegt ihm zu. Er ist jetzt schon so populär wie Kennedy und die Aussicht auf solch einen charismatischen demokratischen Präsidenten, der den Kriegstreiber Bush ablösen wird ist wunderbar.

Die Türkei präsentiert sich heuer auf der Buchmesse als Gastland- eine freundliche Einladung, die zeitgenössische türkische Literatur und das Lebensgefühl der vielschichtigen Nation kennenzulernen. Und ein schönes internationales Zeichen, wie die Kulturen aufeinander zugehen: Wer voneinander weiß, lernt sich kennen und Austausch führt zu immer besserem Miteinander.

EntsetzlicheTerroranschläge haben diesen Sommer überschattet, aber wir dürfen den Glauben an eine friedliche Welt nicht aus den Augen verlieren- schließlich erschaffen wir Menschen unsere Welt gemeinsam: Und jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten, und ist er noch so klein!

Waren Sie heute schon nett zu Ihrer Nachbarin? Probieren Sie es einfach- sie werden überrascht sein, wie Sie selbst die Ihnen entgegengebrachte Freundlichkeit geniessen werden.

Und wenn ganz viele Menschen sich mehr Gedanken über ihr Gegenüber machen und auch die kleinsten positiven Gefühle zum Ausdruck bringen, wird der Tag und die Welt Schritt für Schritt immer besser!

Als geneigter ARIleser wissen Sie es ja am besten: Miteinander reden ist das wichtigste- und: Gemeinsam sind wir stärker!

Bleiben Sie gesund- das wünscht von ganzem Herzen
IhreEsin Tekige


********** AUSGABE 71 **********

Es ist so wichtig, zur Wahl zu gehen und damit seine Meinung zu zeigen!
Liebe Leser,
auf uns wartet ein abwechslungsreicher September! Ich freue mich schon auf viele Begegnungen und Veranstaltungen im kommenden Ramazan.

Und auch darauf, daß der Dialog zwischen Kirchen und Moscheen in dieser Zeit besonders intensiviert werden möge. Außerdem findet Ende des Monats- am 28.9. die Landtagswahl in Bayern statt. In den letzten Wochen begegneten mir viele Menschen, die mir gesagt haben, sie wollten nicht zur Wahl gehen, "weil sich nichts ändern wird". Da möchte ich doch gerne einmal richtig widersprechen! Es ist so wichtig, zur Wahl zu gehen und damit seine Meinung zu zeigen! Eine hohe Wahlbeteiligung zeigt die Meinung vieler Menschen! Wenn man nicht wählt, darf man hinterher nicht schimpfen.

Daher möchte ich Sie dringend ermuntern zu wählen!

Und belohnen Sie sich doch auch mit einem Oktoberfestbesuch! Das größte Fest der Welt wird schon fleissig aufgebaut, startet am 20.9. und geht heuer bis zum 5. Oktober. Sicher werden sich wieder Menschen aus zahllosen Nationen begegnen und für ein mulikulturelles München sorgen!

Bis dahin wüsche ich Ihnen noch schöne Sommerferien, einen besonders besinnlichen Ramazan mit wunderbaren Begegnungen und Eindrücken herzlichst

Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 70 **********

“Ich denke, das 20. Jahrhundert war eines des Blutvergießens. Das 21. Jahrhundert sollten wir zu einem Jahrhundert des Dialogs machen.” Dalai Lama
Liebe Leser,
endlich gibt uns der Frühling einen richtigen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer und unsere Herzen blühen auf mit all den wunderbaren Blumen:Für die kommenden Wochen möchte ich Ihnen von Herzen viel Sonne, Licht und vorallem Glück wünschen!

Lassen Sie uns auch viele gute Gedanken an die armen Menschen in Birma und China senden, die so eine schreckliche Katastrophe durchstehen müssen. Auch deren schwere Herzen werden sich hoffentlich bald wieder freuen dürfen!

Bei all den Schrecknissen in dieser Welt geht mir immer noch ein Satz des Dalai Lama durch den Kopf, den er bei seinem letzten Besuch in Berlin gesagt hat: "Ich denke, das 20. Jahrhundert war eines des Blutvergießens. Das 21. Jahrhundert sollten wir zu einem Jahrhundert des Dialogs machen."

Schließlich liegt auch mir der Dialog zwischen den Kulturen sehr am Herzen, Sie als treue Leser wissen das am besten!

Lassen wir uns also das Wort des Dalai Lama zukünftig besonders auf der Zunge zergehen und vorallem leben- mit und bei all den wunderbaren interkulturellen Veranstaltungen der kommenden Wochen!

Der Dialog schlägt die Brücke zwischen den Kulturen- und einen ganz besonderen Brückenschlag feiert unsere wunderschöne Stadt München ja in diesem Jahr auch noch:

Am 14. Juni 1158 erteilt Kaiser Barbarossa München das Marktrecht im "Augsburger Schied", der einträgliche Salzhandel läuft ab jetzt über die Brücke von Heinrich dem Löwen und nicht mehr über Freising.

"Brücken bauen- zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Religion, Hautfarbe, Generation oder Neigung, zwischen Jung und Alt, arm und reich." - so formuliert die Stadt ihr ehrgeiziges Motto für das große Fest! Und so möge der Dialog zwischen den Menschen dieses Jahrhunderts weitergehen!

Haben Sie viel Spaß und Vergnügen beim 850. Geburtstag Münchens und den 380 Veranstaltungen, die bis September auf dem Festkatalog stehen!Viel Freude, bleiben Sie gesund- und dem ARImagazin gewogen!

Herzlichst Ihre
Esin Tekige


********** AUSGABE 69 **********

Olympischen Spiele von Peking 9fingersfortibet.com
Liebe Leser,
dieser Tage geht nichts so stark durch die Presse, wie die Olympischen Spiele von Peking. Dem Fackellauf durch die Welt folgen Proteste in allen großen Städten. Auch wenn sich das IOC dieser Tage distanzieren möchte von einer Vereinnahmung der Spiele durch die Politik, so muß es dafür Verantwortung übernehmen, wenn jetzt die Diskussion aufbraust: Denn schon die Entscheidung, diese Weltspiele in China stattfinden zu lassen war meiner Meinung nach eine sehr politische! Und so ist hier großer Handlungsbedarf.

Natürlich können die Sportler, die sich jahrelang hart auf den Wettkampf vorbereitet haben hier nicht in die Pflicht genommen werden, ihre sportliche Teilnahme durch öffentliche Proklamationen aufs Spiel zu setzen.

Aber auch die großen Sponsoren möchten sich nicht einmischen. Ist es nicht traurige Realität geworden, daß in unserer Welt Menschenrechte gebrochen werden, alle hinsehen, aber keiner wirklich etwas unternimmt?

Besonders gut hat mir deshalb der Internetaufruf von www.9fingersfortibet.com gefallen: Eine friedliche Art, mit neun Fingern seinen Protest zu zeigen- und seine Hände hat man schließlich immer und überall dabei!

Unser geliebter Atatürk (Gründer der Türkei)

An dieser Stelle möchte ich an den geliebten Gründer der Türkei erinnern- Atatürk! Am 23. April wird in der Türkei der Parlamentsgründungstag als Nationalfeiertag zu Ehren der Kinder begangen: Atatürk hat die Kinder sehr geliebt und widmete ihnen diesen hohen Feiertag, weil sie die Zukunft bedeuten.

Auch am folgenden Nationalfeiertag, dem 19. Mai werden Jugend- und Sportfeste stattfinden, und daran erinnern, daß Mustafa Kemal an diesem Tag im Jahre 1919 begann, den Widerstand gegen die Besatzungsmächte zu organisieren. Schließlich hat er die Türkei von der Invasion der Alliierten befreit, die das Land nach dem Ersten Weltkrieg unter sich aufteilen wollten:

Kein Mann dürfte zum Freitagsgebet gehen, bzw. wäre sein Gebet vor Gott anerkannt, denn jeder Mann hätte bei einer Invasion bis zum Tod zu kämpfen, so schreibt es der Koran vor. Und mit der Gründung der Republik Türkei, den modernen Gesetzen und all den segensreichen Reformen hat Mustafa Kemal Atatürk ein Zeichen der Freiheit gesetzt, wofür wir ihm ewig dankbar sein werden!
Mit diesen nachdenklichen Zeilen wünsche ich Ihnen, liebe Leser, einen wunderbaren Frühling und vorallem gute Gesundheit!

Bleiben Sie dem ARImagazin gewogen das wünscht sich und Ihnen weiterhin

Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 68 **********

Es ist schrecklich, was passiert ist, aber warum versteift sich die Debatte ausschließlich auf den Migrationshintergrund der Jugendlichen.
Liebe Leser,
erst einmal möchte ich Ihnen allen ein wunderbares, neues, gesundes und glückliches Jahr 2008 wünschen. Ich freue mich sehr, daß Sie dem ARImagazin weiterhin treu bleiben! Auch in diesem 12. Jahr des Erscheinens verspreche ich Ihnen, meine ganze Kraft weiterhin unserer Zeitschrift zu widmen, die mir so am Herzen liegt. Denn die Bedeutung von Themen wie Integration und der Dialog zwischen den Kulturen wächst gerade in dieser Zeit immens! Gerne hätte ich Ihnen an dieser Stelle berichtet von beglückenden interkulturellen Begegnungen und meiner ungetrübten Freude über die zwischenmenschlichen Fortschritte in unserer Gesellschaft. Leider wird dieser Jahresbeginn von den Vorfällen in der Münchner U-Bahn überschattet. Und plötzlich hört man von allen Seiten extreme Verallgemeinerungen. Fast kommt es mir vor, als hätte sich das Rad der Zeit zurückgedreht und alle Anstrengungen füreinander und Informationen übereinander wären ausgelöscht.

Es ist schrecklich, was passiert ist, ohne Frage. Und es darf nicht wieder passieren. Aber warum versteift sich die Debatte ausschließlich auf den Migrationshintergrund der Jugend- lichen. Türkische Eltern erziehen ihre Kinder immer zu Respekt vor den Älteren- ein ungeschriebenes Gesetz. Nirgendwo in der Türkei muß es dafür ein extra Hinweisschild geben- wie es in Deutschland zum Beispiel in der Ubahn üblich ist. Die Jüngeren räumen ihren Platz ganz selbstverständlich für die Älteren. Oft genug wird in der Presse thematisiert, daß die Brutalität an unseren deutschen Schulen zunimmt. Ist es möglich, daß sich hier die Einflüsse negativ überlagern?

Sind Jugendliche immer gut? Müssen „Fremde“ immer gut sein? Warum wird nicht in genau denselben schillernden Farben berichtet von den vielen türkischen Lebensrettern, die sogar das Verdienstkreuz für ihren Einsatz verliehen bekommen haben? Das Alles macht mich traurig und sehr nachdenklich.

Im Hinblick auf die kommende Kommunalwahl bitte ich Sie dringend, Ihre Meinung zu zeigen und Ihre Stimme abzugeben- hinterher hilft es nichts zu jammern!

Meine trübe Jahresanfangsstimmung wird ein wenig gehoben von der Freude über den Regiepreis beim bayerischen Filmpreis für Fatih Akin.Schließlich gelingt es ihm wie keinem anderen Regisseur die Konflikte der Migranten und ihrer „zwei Seelen in einer Brust“ in seinen Filmen darzustellen. Und damit zu zeigen, daß wir alle gleich sind und eigentlich alle die gleichen Probleme haben.

In diesem Sinne wünsche ich uns ein friedliches und schönes Jahr 2008 mit so viel interkulturellem Austausch wie wir nur bekommen können!

Auf ein Neues! Und- bleiben Sie gesund!

Esin Tekige


********** AUSGABE 67 **********

Die Unesco hat 2008 zum internationalen Jahr des Planeten Erde ausgerufen
Liebe Leser,
ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns- was wird uns das kommende Jahr 2008 bringen?!

Die Hoffnung auf mehr Frieden in der Welt dürfen wir nie aufgeben- wenn es auch leider so scheinen mag, das die Gewalt auf unserem Planeten nicht zur Ruhe kommen will:

Überall auf der Welt hungern Menschen. Und der Kampf ums Wasser hat schon begonnen.

Das Geld, das sinnloserweise für Krieg und Waffen eingesetzt wird, könnte so viel besser für diese wirklich brennenden Probleme eingesetzt werden!

Wir alle sollten uns Gedanken darüber machen, wie wir behutsam mit den zur Neige gehenden Ressourcen unserer Erde umgehen.

Die Unesco hat 2008 zum internationalenJahr des Planeten Erde ausgerufen. Neben der besseren Erforschung und Nutzbarmachung vorhandener und alternativer Ressourcen geht es in der Zielsetzung vor allem auch um gesell-schaftliche Aspekte: Die Menschen sollen weltweit mehr Bewusstsein für unseren Planeten entwickeln. Nach der Auftaktveranstaltung am 12. Februar 2008 in Paris werden weltweit viele Symposien abgehalten: Neben der Forschung werden auch die Risiken menschlich verursachter Katastrophen, Gesund- heitsprobleme und Veränderungen im Städtebau diskutiert. Schliesslich geht es um die Konsequenzen für die nachfolgenden Generationen!

So sollte jeder von uns sein Möglichstes dazu beitragen- damit wir alle noch lange friedlich, glücklich und vorallem gesund auf unserer Erde leben können!

Mit diesem dringenden Appell möchte ich Sie, liebe Leser in ein wunderbares, friedliches neues Jahr 2008 begleiten!

Bleiben Sie dem ARImagazin gewogen!
Mit herzlichen Grüssen
Ihre
Esin Tekige

********** AUSGABE 66 **********

Wichtige Ereignisse in München
Liebe Leser,
ich hoffe, Sie haben einen wunderschönen Sommer verbracht! Mit viel Sonnenschein und hoffentlich wenig Regen- das Wetter der letzten Wochen hat den München-Urlaubern ja viele Überraschungen geboten! Vielleicht haben Sie ja einen wunderbaren Urlaub in der Türkei verbracht und möchten mir davon berichten? Ich freue mich, von Ihren Eindrücken zu hören und über viele Zuschriften!

München bereitet sich seit Wochen auf das 174. Oktoberfest vor- am 22. September ist es endlich soweit! Zum 14. Mal wird Oberbürgermeister Christian Ude die Wies’n mit seinem Ruf „ozapf’t is“ eröffnen.- Ob er heuer seinen Rekord von 2005 erreichen wird, mit nur zwei Schlägen das erste Bierfaß der Wiesnsaison anzustechen?

Für die Münchner ein hochwillkommener Auftakt und für die Besucher aus aller Welt eine freundliche Aufforderung, das köst-liche Wiesnbier zahlreich auszuprobieren und eine andere Höchstleistung in den Schatten zu stellen: Letztes Jahr wurden 6,1 Millionen Maß Bier getrunken!

Es werden wieder die meisten Besucher aus Italien erwartet, gefolgt von Österreichern und Schweizern, Spaniern und Osteuropäern.- Und sicherlich werden wieder viele Amerikaner, Australier, Asiaten, Briten, Australier, Dänen, Griechen, Kanadier, Neuseeländer, Schweden und Schotten kommen. Auch auf der Wiesn Multikulti- verrät die offizielle Wiesnstatistik. Moment: Zählt den keiner die türkischen Besucher?! Wir sind gespannt, was das Oktoberfest bis zum 7. Oktober für Überraschungen bereit hält und freuen uns über zahlreiche internationale Impressionen! Hoffentlich spielt das Wetter mit!

Ende September geht eine andere Ära zuende: Edmund Stoiber legt seine Spitzenämter als CSU-Chef und Ministerpräsident nach 14 Jahren nieder und Günther Beckstein wird am 9. Oktober im Landtag zum Nachfolger des scheidenden Amtsinhabers Stoiber gewählt werden. Ein gleichermaßen herzliches Adieu und Grüß Gott an dieser Stelle! Ich freue mich weiterhin über die gute Zusammenarbeit und spannende Berichte über die bayerische Politik! Am 29. Oktober lassen wir Atatürk hochleben: 1923 gründete er die türkische Republik und führte zahlreiche Reformen durch, um sie in politischer und kultureller Hinsicht an Europa anzugliedern: Gerade als Frau bin ich sehr dankbar über diese Modernisierungen! Atatürk hat die Basis gelegt für die westliche Vereinigung, hat das Land stark gemacht für den Dialog mit Europa. Seien Sie mit mir gespannt, wie die Entwicklung weitergeht! Nach den Wahlen im Ende Juli stellt sich die Türkei auf politisch bewegte Zeiten ein!

Am 13. September beginnt der Fastenmonat Ramazan und geht heuer bis 12. Oktober. Im Anschluß daran wird immer Bayram gefeiert, das viertägige Zuckerfest: Hier beobachte ich seit geraumer Zeit erhebliche Unterschiede zwischen den Türken, die in der Türkei leben und denen, die außerhalb feiern: Früher besuchten sich die Familien gegenseitig und alle Kinder bekamen von den Erwachsenen viele Geschenke. Heute nutzen die türkischen Arbeitnehmer die vier freien Bayram-Tage, ergänzen noch mit dem Wochenende und fahren in ihren Kurzurlaub irgendwohin. Aber die Türken, die außerhalb der Türkei leben, nehmen das Ramazanfest und vorallem das Ritual noch sehr ernst. Ist das nicht interessant? Bleiben Sie gesund und dem ARImagazin gewogen!

Herzlichst Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 65 **********

Türkei ist ein ideales Urlaubsland...
Liebe Leser,
die Urlaubssaison naht und das wechselhafte Wetter läßt uns darüber nachdenken, unserem schönen München den Rücken zu kehren und in wärmere Gefilde aufzubrechen... Was läge da näher, als Ihnen von ganzem Herzen die Türkei als ideales Urlaubsland ans Herz zu legen!

Sicher haben Sie in den letzten Jahren die vielen begeisterten Ferientips unserer Interviewgäste mitverfolgt- sogar Familie Stoiber erzählt bis heute von den schönen Tagen in der Türkei. Und der Flug dauert nicht einmal drei Stunden- fast um die Ecke liegt ihr nächster
Sommerurlaub!

Lassen Sie sich bitte nicht abschrecken von Terrorwarnungen. Überall auf der Welt finden gerade am Anfang der Urlaubssaison Anschläge statt. Leider ist der Terror ein Wesen, das für kein einziges Land der Erde ein Visum braucht. Und so wäre die einzige- wenn auch sicherste- Alternative, zuhause zu bleiben. Aber hier wird Ihnen Einiges entgehen! Und richtige Urlaubserholung und bestes Abschalten findet man am besten in einem anderen Land mit all seinen neuen Eindrücken, der Kultur und natürlich auch... am Strand! All das hat die Türkei zu bieten- probieren Sie es aus!

Im Juli wird es Wahlen geben und auch das wird eine spannende Zeit für die Politik in der Türkei- wer weiß was ich Ihnen im nächsten
Editorial zu berichten habe!

Bis dahin wünsche ich Ihnen einen wunderschönen und erholsamen Urlaub- hoffentlich in der Türkei!- bleiben Sie gesund und dem ARImagazin gewogen!

Herzlichst Ihre
Esin Tekige


********** AUSGABE 64 **********

Die drohenden globalen Erwärmung...
Liebe Leser,
wir sind alle glücklich und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen, die Biergartenbesuche und das wunderschöne Wetter. So früh hatten wir noch nie Sommer! Was für ein Geschenk!

Gleichzeitig wird in den Medien der Klimawechsel intensiv diskutiert und so ist es wohl auch an der Zeit, darüber nachzudenken, was der Mensch nicht nur seinen Mitmenschen sondern eben auch der Umwelt zufügt. Seit vielen Jahren setze ich mich für die Verständigung zwischen den Kulturen ein und das wird auch weiterhin mein großes Thema bleiben! Gleichzeitig mache auch ich mir Gedanken, in welcher
Umwelt all diese Kulturen miteinanderleben. Und angesichts der drohenden globalen Erwärmung wird sich das Miteinander auf diesem Planeten sicher verändern: Wo die einen Menschen unter Dürre und Wassermangel zu leiden haben, ertrinken die Anderen im Hochwasser- es wird völlig neue Flüchtlingsströme geben und wir alle hier in der "sicheren Mitte" sollten uns jetzt schon vorbereiten, wie es eine neue Verständigung zwischen völlig anderen Kulturen geben kann. Wächst der Graben zwischen christlicher und islamischer Kultur? Oder wird es angesichts globaler Probleme, die plötzlich wirklich ALLE betreffen ein Aufeinanderzugehen und Gemeinsam-Weitergehen geben?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung!
Ich bin gespannt, was Sie zu sagen haben!
per email an: info@ari-magazin.de oder an unsere
Postadresse: Esin Tekige
Zaubzerstr.41
81677 München

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 63 **********

Frauen sind stark!
Liebe Leser,
ich hoffe, Sie sind alle gesund und sicher in 2007 gelandet!

Sicher hatten Sie einen lustigen Fasching! Dieses Jahr haben wir den Winter ja offensichtlich erfolgreich „ausgetrieben“ – aber „verschreien“ wir das nicht! Wer weiß, was für ein Wetter im März auf uns zukommt! Überhaupt sollten wir uns alle Gedanken machen, was jeder persönlich gegen den drohenden Klimawechsel unternehmen kann...

Seit Beginn des Jahres führt Deutschland und damit Angela Merkel die EU- Ratspräsidentschaft. Wir sind alle gespannt, wie der Dialog zum EU-Beitritt der Türkei weitergeht.

Millionen Muslime leben in ganz Europa, die Kulturen entwickeln sich miteinander! Die Türkei hat eine einzigartige Position und kann dazu sehr viel beitragen: Auch wenn dort sicherlich noch mehr Reformen stattfinden müssen, sollte man die Türkei dazu ermutigen und nicht entmutigen!

Der Jahresanfang wurde überschattet vom Mord an Hrant Dink: Am 19. Januar wurde der Gründer und Herausgeber der türkisch-armenischen Zeitung Agos in Istanbul vor dem Zeitungsgebäude erschossen. Waren Sie nicht auch schockiert?!

Obwohl der Februar doch eigentlich sehr kurz ist-trotzdem kam er mir viel länger vor als die anderen Monate, weil neben unzähligen wunderbaren Vereinsveranstaltungen so vieles passiert ist- und vorallem so viel „Inter- und auch Bi-Nationales“:

Die NATO-Sicherheitskonferenz
tagte in München und sorgte mit ihren wichtigen Gästen aus aller Welt für viel Aufsehen. Das 1. Deutsch-Türkische Filmfestival wurde feierlich eröffnet vom türkischen Generalkonsul Addurrahman Bilgic und der Stadträtin Sedef Özakin. Die Deutsch-türkischen Kulturwochen 2007 wurden im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet- übrigens finden die Deutsch-Türkischen Kulturwochen in München bereits zum siebten Mal statt! Unter der Schirmherrschaft des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude und des türkischen Botschafters in Deutschland, Mehmet Ali Irtemçelik und des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bayerischen Landtag Franz Maget wird ein vielseitiges und anspruchsvolles Programm geboten. Ziele der Kulturwochen sind die Integration der türkischen Mitbürger und der Kulturaustausch zwischen Deutschen und Türken. Den Abschluss bildet die Verleihung des Deutsch-Türkischen Freundschaftspreises am 24. Mai in München.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) will dieses Jahr eine Bildungskampagne für türkischstämmige Schüler und Auszubildende starten. Die Zahl der türkischstämmigen Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, soll innerhalb der nächsten fünf Jahre halbiert werden. Ferner ist der Einsatz von Bildungsbotschaftern und -paten geplant.

Schon lange wünsche ich mir, daß der türkischen Sprache mehr Bedeutung zukommt- denken Sie daran, wieviele Firmen in der Türkei mit deutschen Mitarbeitern zusammenarbeiten! Endlich wird auch im Internet ein Zeichen für die Zukunft gesetzt:

Das Webportal zum interkulturellen Dialog www.qantara.de erweitert sein bisher dreisprachiges Angebot (deutsch, arabisch, englisch) um eine türkische Sprachfassung. Inhalt der türkischen Sprachversion ist ein umfassendes Dossier zum Thema "Türkei und EU" sowie vielfältige Beiträge deutscher, türkischer und arabischer Autorinnen und Autoren.

Ziel der Initiative ist es, neue Impulse in der deutsch-türkischen Zusammenarbeit – insbesondere in den Bereichen Medienkooperation, Jugendaustausch, Integration und Wissenschaft – zu setzen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Am 8. März findet wieder der Weltfrauentag statt. Er erinnert daran, daß vor 99 Jahren streikende Frauen in einer Fabrik in New York verbrannten: Sie hatten für bessere Lebens- und Arbeitsumstände protestiert und wurden eingeschlossen, um den Kontakt zur Belegschaft zu unterbinden. Plötzlich brach ein Feuer aus - 129 Frauen konnten nicht gerettet werden. Heute sind die Lebensumstände gottseidank nicht mehr so dramatisch- dennoch sollten wir uns an diesem Tag daran erinnern, daß viele Frauen sich noch immer besonders beweisen müssen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen, wie viele Männer. Das macht den Männern auch Angst! Aber wir wissen: Frauen sind stark! Und wir freuen uns mit den Männern, daß Hamit Altintop jetzt von Schalke 04 zu Bayern München geht.-

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit einem Augenzwinkern einen fröhlichen und hoffnungsvollen Frühlingsstart- und: Bleiben Sie gesund, und dem ARImagazin gewogen!

Ihre Esin TEKIGE


********** AUSGABE 62 **********

Ein wunderbares, friedvolles Jahr 2007 mit viel Nächstenliebe!
Liebe Leser
Ein rekordverdächtiges Jahr 2006 liegt hinter uns- wenn wir uns kurz ins Gedächtnis rufen, was alles geschehen ist, können wir kaum glauben, daß das alles in ein Kalenderjahr gepaßt hat!

Das wohl größte und glücklichste Ereignis 2006 wird lange in aller Erinnerung bleiben- die Fußball-WM in Deutschland ließ die Menschen zusammenrücken und beim öffentlichen Zusehen und den fröhlichen Jubelfeiern ihre Alltagsprobleme vergessen. Das großartige Abschneiden der deutschen Mannschaft tat sein Übriges dazu.

Leider gab es wieder schreckliche Unglücksfälle, oft genug war menschliches Versagen der Auslöser. Der Einsturz der Eishalle in Reichenhall, das Transrapidunglück, die scheußlichen Kindesentführungen und – mißhandlungen, sogar der Gammelfleischskandal zeigen, daß die Menschen viel mehr Verantwortung für ihr Tun tragen und vorallem das Wohlergehen der Anderen niemals aus dem Blickfeld verlieren dürfen.

Vogelgrippe, Schneemassen, das Hochwasser und die Rekordhitze beunruhigen uns und machen uns deutlich, wie sehr sich unser Klima verändert. Vielleicht sollte jeder gerade an den ruhigen
Jahresanfangstagen einmal darüber nachdenken, welchen kleinen Beitrag er als Individuum leisten kann. Sei es, das Auto öfter mal stehenzulassen oder mehr Strom zu sparen...

Am meisten bedrückt uns, daß der Krieg auf der Welt kein Ende finden will- und immer mehr Krisengebiete entstehen. Lassen Sie uns mit großer Hoffnung auf Frieden in das neue Jahr 2007 blicken!

Wir sollten nie vergessen, wie wichtig der Meinungsaustausch zwischen den Kulturen ist, das vergangene Jahr bot genug Gelegenheit zur Diskussion: Susanne Osthoff, der Karikaturenstreit, die mißverstandene Papstrede- alle Religionsführer rufen auf zum Dialog und wir können als Einzelne am meisten dazu beitrgen.

Vielleicht haben auch Sie schon Ihre persönliche „Bilanz 2006“ gezogen, haben sich Vorsätze überlegt und stecken mitten in den Planungen für das neue Jahr. Dabei wünsche ich Ihnen viel Kraft und gute Gedanken!

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein wunderbares, friedvolles Jahr 2007 mit viel Nächstenliebe! Bleiben Sie gesund – und dem ARImagazin gewogen!

********** AUSGABE 61 **********

“Der Herbst des Dialogs”
Liebe Leser,
dieser wunderbare lange Sommer hatte es richtig in sich!

Kaum hatten wir Münchner uns von den WM-Festen erholt, nahte schon das nächste große Event: Papst Benedikt zu Besuch in seiner bayerischen Heimat- ich war wirklich überrascht, wie viele Gläubige aus aller Welt ihn in München begeistert empfangen haben: Zur Eucharistiefeier unter freiem Himmel waren rund 250.000 Menschen nach Riem gekommen. Wie schön, daß es noch so viele gläubige Menschen gibt!

Der Empörung in Teilen der islamischen Welt über seine Regensburger Rede konnte glücklicherweise schnell die Luft aus den Segeln genommen werden.- In einer Generalaudienz auf dem Peters- platz machte Benedikt XVI. persönlich deutlich, wie sehr er die Missdeutung seiner Worte bedauerte. (Der Papst hatte ein Zitat des mittelalterlichen Kaisers Manuel II. unglücklich eingesetzt.-) Seine Rede sei als Einladung "zu einem offenen und ernsthaften Dialog in gegenseitigem Respekt" gedacht gewesen, erklärte Benedikt XVI. So bin ich froh, daß auch hier aus einem Mißverständnis der Aufruf zum Dialog erwachsen ist: Richtig spannend wird es Ende November, wenn Ali Bardakoglu von Diyanet, - der oberste Vertreter des türkischen Islams- mit dem obersten Katholik Papst Benedikt XVI. in Ankara aufeinandertreffen. - Lassen Sie uns miteinander sprechen und nicht gegeneinander: Wir alle haben denselben Gott/Allah!

Die nächste Großveranstaltung in München ließ nicht lang auf sich warten:
Das diesjährige Oktoberfest stand unter einem guten Stern: Nicht nur, daß das Wetter fast immer schön war, auch die Polizei berichtet von einem erfreulichen Rückgang der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Bedauerlich nur, daß wieder viel zu viele Gewalttaten unter Alkoholeinfluß verübt wurden. Das trübt die Bilanz unseres schönen, bunten, internationalen Fests- mit so vielen Gästen aus aller Welt.- Und alle kommen hierher, um friedlich zu feiern. Mir als Frau macht das auch ein wenig Angst.

Die wohl schönste Nachricht des diesjährigen Oktobers ist wohl der Literaturnobelpreis für Orhan Pamuk -der als erster Türke überhaupt mit diesem Preis ausgezeichnet worden ist. Wir freuen uns mit ihm!

Pamuk habe "auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt Istanbul neue Sinnbilder für Streit und Verflechtung der Kulturen gefunden", hieß es in der Begründung der Jury. Im letzten Jahr wurde der Schriftsteller für sein literarisches Werk bereits mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt.

"Die ganze Türkei hat diesen Preis erhalten" ,sagte Mustafa Isen vom Kulturministerium in Ankara: Die türkische Regierung zeigte sich erfreut über den Preisträger. Der Präsident der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck, sagte zur Entscheidung: "Mit Pamuk erhält ein Autor den Nobelpreis, dem der Gedanke einer europäischen Friedenspolitik, die auch die Türkei einschließt, wichtiges Anliegen seiner schriftstellerischen Arbeit ist. Mit ihm wird ein Garant des Anti-Nationalismus geehrt."

Der 29. Oktober wird in der Türkei als Gründertag der Türkei gefeiert: 1923 rief Atatürk die Republik aus, und führte in der Türkei zahlreiche Reformen durch, um sie in politischer und kultureller Hinsicht an Europa anzugliedern: Gerade als Frau bin ich sehr dankbar über diese Reformen, hätte ich doch in einem Land, wie beispielsweise Afghanistan unter der Burka sicher keine so förderliche Kindheit und Jugend verleben können mit den Ausbildungschancen und Zukunftsperspektiven, die sich mir in dieser modernen Türkei boten. Atatürk hat die Basis gelegt für die westliche Vereinigung, hat das Land stark gemacht für den Dialog mit Europa,

Umso enttäuschter bin ich nun über den Stand der Verhandlungen in der EU-Beitrittsfrage: Bundeskanzlerin Merkel machte Anfang Oktober ihren Antrittsbesuch in der Türkei.-
So groß die Freude über eine Frau in der Position einer Staatschefin gewesen sein mag, so traurig bin ich inzwischen über ihre Verhandlungstaktik. Sie bemüht sich stets, ihre persönliche Abneigung gegen eine Vollmitgliedschaft ein wenig zu verbergen, verhandelt tapfer, was ihr Vorgänger Schröder zugesagt hat, aber in der Zypernfrage sehen sich EU und Türkei inzwischen in einem kompletten Verhandlungsstillstand. Frau Merkel sollte klar Stellung beziehen- auch hier ein dringender Appell den Dialog aufrecht zu erhalten!

Am 23. Oktober beginnt das Zuckerfest und so feiern alle Gläubigen gemeinsam ein fröhliches Ende des diesjährigen Ramazan. Wieder luden viele Vereine zu gemeinsamen Veranstaltungen ein, der Tag der offenen Moschee war erneut ein großer Erfolg, ich denke, die Münchner Gemeinden leisten einen guten Beitrag, den Austausch zu fördern! Liebe Leser, Ihnen allen wünsche ich weiterhin köstliche Bereicherung durch regen Austausch- lassen Sie uns auf jeden Fall diskutieren! Gerade in unseren schweren Zeiten sollte der Dialog das erstes Gebot sein!

Isolation und Schweigen führt wie im Falle Nordkoreas zu extremen Reaktionen.

Ich freue mich auf einen fruchtbaren Austausch und wünsche Ihnen alles Gute für die kommenden Zeit und- bleiben Sie gesund!
bis zum nächsten Mal herzlichst
Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 60 **********

Türkei ist ein wunderschönes, freundliches Urlaubsland!
Fußball-WM
Liebe Leser,
Die letzten Wochen mit der Fußball-WM waren aufregend für uns alle. Und besonders froh war ich über die friedliche und fröhliche Feierstimmung überall in den vollen Straßen. Und unser schönes München hat sich von seiner besten, weltoffensten Seite gezeigt!

Überall Fahnen! - vielleicht haben Sie sogar selbst eine gehißt?!- Besonders schön fand ich persönlich jedenfalls, daß auch die
türkischstämmigen Münchner ihre Fußballbegeisterung mit der deutschen Fahne gezeigt haben und damit auch ihre Heimatverbundenheit!

Die ganze Stadt war bunt und für Wochen herrschte eine muntere Ausgelassenheit in den Straßen. Viele sind sich bei den öffentlichen
Übertragungen näher gekommen und ganz deutlich hat man gespürt, wie willkommen den Münchnern all die Touristen und Fußballfans aus allen Ländern der Welt waren.

In einer großartigen WM mit fairen Spielen hat der Beste gewonnen- und ganz München hat sich mit der deutschen Mannschaft über den ehrenwerten dritten Platz gefreut, wenn natürlich auch mit einer kleinen Träne in den Augen. Und so war nur der Ausklang der WM in Deutschland vielleicht ein bißchen leiser, als erwartet...

Ein besonders großes Lob geht an die Münchner Polizei

Ein besonders großes Lob geht an die Münchner Polizei, die unterstützt von Kollegen aus dem ganzen Umland Tag und Nacht Bereitschaft geleistet und mit unfaßbaren 440.000 Einsatzstunden in den vergangenen fünf Wochen für eine sichere Fußball-WM gesorgt hat. Vielen Dank!

Endlich ist der Sommer...

Endlich ist der Sommer bei uns angekommen, nach dem langen, kalten Frühling. Ich hoffe, Sie genießen die Wärme und freuen sich auch schon richtig auf Ihren Sommerurlaub! Wie immer liegt mir sehr am Herzen, Ihnen die Türkei als wunderschönes, freundliches Urlaubsland zu
empfehlen- vorallem für Familien!

Bleiben Sie gesund und dem ARImagazin gewogen!


********** AUSGABE 59 **********

Wo die Angst wächst, steigt die Bereitschaft,die Schuld beim Anderen zu suchen
Liebe Leser,
der brutale Angriff auf einen Deutsch-Äthiopier
in Potsdam lenkt unsere Aufmerksamkeit wieder auf den rechten Rand der Gesellschaft.Warum gibt seit einigen Jahren wieder mehr Opfer von rechter Gewalt? Was ist in unserer Gesellschaft los? Wie ist es um ihre Integrationsfähigkeit bestellt?

Die Vorfälle an der Rütli-Schule in Berlin zeigen, daß einiges im Argen liegt. Aber niemand weiß den passenden Weg aus dem Dilemma. Beunruhigend bleibt die Tatsache, daß die Feindseligkeit in der
Gesellschaft zunimmt. Liegt es an der zunehmenden Angst vor Verlust der Arbeit, dem Weg in die Armut, dem Zerfall der Familien? Wo die Angst wächst, steigt die Bereitschaft, die Schuld beim Anderen zu suchen. Mit Repressionen zu reagieren, ist sicher der falsche Weg. Dialog und Toleranz müssen Grundpfeiler jeder Gesellschaft sein.

Auch in Bayern wird der Ruf nach Einbürgerungstests lauter. Nach der wahlkampftaktischen Abschaffung der Doppelstaatsbürgerschaft nimmt der Ministerpräsident jetzt (wieder) die türkischstämmigen Einwohner ins Visier. Aber geht das nicht an der Realität vorbei? Inzwischen sprechen die Angehörigen der zweiten und dritten Einwanderergeneration besser deutsch als türkisch, zum Teil im Dialekt! Und die hier Geborenen haben sich längst ein „deutsches“ Leben eingerichtet, interessieren sich für hiesige Parteien und Gesetze, blicken nicht in das Land ihrer Eltern- in der Türkei ist das Kopftuch auch umstritten!-, sondern sorgen sich hier um ihr Fortkommen.

Zahllose Firmen werden gegründet, Arbeitsplätze geschaffen... Ich frage mich, warum diese positiven Signale nicht herausgehoben werden, sondern stattdessen der politische Graben
tiefer gezogen wird. Brauchen die
türkischstämmigen Deutschen eine eigene Partei?
Manchmal denke ich, wäre die Religion die gleiche, gäbe es weniger Probleme. Obwohl doch die „Adresse“ die gleiche ist,- sogar die Propheten in Bibel und Koran sind gleich... Als positives Zeichen ist sicher die steigende Zahl von gemischten Paaren und Familien zu werten.- Hier zeigt sich ganz nebenbei, wie einfach Integration funktionieren kann.

Liebe Leser, Ihnen allen wünsche ich weiterhin köstliche Bereicherung durch regen Austausch- bleiben wir im Dialog! Alles Gute und einen friedvollen Frühling wünscht Ihnen Ihre
Esin Tekige

********** AUSGABE 58 **********

Alle was heilig ist, genauso Maria, Jesus und die gemeinsamen Propheten soll heilig bleiben und nicht beschmutzt werden!
Liebe Leser,
mit Sorge betrachte ich dieser Tage die unzähligen schrecklichen Nachrichten wegen des Karikaturstreits und kann mich nicht beruhigen, welche Ausmaße die Auseinandersetzung annimmt.

Seit Jahren versuche ich mit dem ARImagazin meinen bescheidenen Teil beizutragen, die gegenseitigen Vorurteile abzubauen und jetzt muß ich mit Tränen in den Augen sehen, wie ein großer Schatten auf das schöne Gesicht des Islam fällt: Viele Gläubige sind mit mir einer Meinung, daß die Gewalteskalation nicht die richtige Antwort auf die Provokation durch die scheußlichen Karikaturen sein kann- der liebe Gott sieht schließlich alles und wird mit einer angemessenen Strafe reagieren!

Heilige Dinge darf man nicht karikieren, daß steht außer Frage und das sehen gläubige Muslime auch völlig religionsübergreifend: Alle was heilig ist, genauso Maria, Jesus und die gemeinsamen Propheten soll heilig bleiben und nicht beschmutzt werden.

Und es ist fast eine Pflicht hier deutlich seine Meinung zu sagen!

Aber die Mittel müssen angemessen sein!

Man kann dänische Produkte boykottieren, man soll Briefe schreiben und in friedlichen Demonstrationen seinen Protest äußern. Aber mit blinder Gewalt wie ein wilder Stier unschuldige Menschen zu gefährden oder gar um ihr Leben zu bringen, das ist nicht richtig!

Diese Taten der Fanatiker sind unentschuldbar- der Islam ist die Religion des Friedens. Und Gott sieht alles! Bitte hören Sie auch den dramatischen Appell, den der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan an die 191 diplomatisch mit der Türkei verbundenen Länder gesandt hat!

Zum Abschluß möchte ich noch kurz eine Beobachtung zum Rollenbild von Männern und Frauen mit Ihnen teilen.

Finden Sie nicht auch, daß die Frauen in der Überwindung ihrer ständigen Doppelbelastung insgesamt stärker geworden sind?

Beanspruchen nicht viel mehr Männer bisher weibliche Domänen wie Kinderbetreuung oder intensive Körperpflege und wirken dadurch viel weicher als früher? Erleben wir gerade eine neue Phase der weiteren Annäherung der Geschlechter?

Das soll Ihnen und auch mir noch mehr Hoffnung geben, auf eine bessere Welt- in der wir alle gemeinsam leben!

Ich wünsche Ihnen das Beste und uns allen
vorallem Frieden, Und in dieser Hoffnung verbleibe ich bis zum nächsten Mal!

Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 57 **********

„Alle Jahre wieder“
Liebe Leser,
„alle Jahre wieder“ blicken wir auf das zurückliegende Jahr mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Wir erschrecken vor der Naturgewalt, der wir Menschen ausgesetzt waren, schaudern ob der Gewalt, die sich die Menschen untereinander angetan haben und wünschen uns gegenseitig ein neues, friedliches, vor allem besseres Jahr.

Vielleicht gelingt es sogar, uns positive Aspekte des alten Jahres in Erinnerung zu rufen- wie die gewachsene Hilfsbereitschaft der Menschen für die Flut-, Bomben- und Erdbebenopfer in Not, das Zusammenrücken der Familien...

Mit hoffnungsfrohen Vorsätzen starten wir in das frische Jahr, sehnen uns nach Frieden in einer Welt ohne Hunger und Katastrophen- was wird uns 2006 bringen?

Geld und Hunger sind so ungerecht verteilt auf diesem Globus, die Machtgier scheint unendlich. Wenn wir die Zustände nicht ändern, wird es immer so bleiben.

Lassen Sie uns alle persönlich daran teilhaben, daß sich die Welt ändert! Und wenn jeder nur sein persönlichstes, kleinstes Teil dazu beiträgt sind wir alle auf dem Weg in eine bessere Welt!

Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben.
Wir sollten auch im vor uns liegenden Jahr nicht vergessen, stets im Austausch zu bleiben. Ich werde es nicht müde, zu betonen, wie wichtig der Kontakt zwischen den Kulturen ist! Lassen Sie uns gemeinsam auf öffentlichen Veranstaltungen genauso wie im Familien- und Freundeskreis immer im Dialog bleiben- das ARImagazin wird sich hier weiterhin unermüdlich einsetzen!

Ihnen allen wünsche ich ein gesundes und friedvolles Jahr 2006 mit viel Liebe und Nähe für Sie und Ihre Familien und rege Diskussionen!

Auf ein Neues!

Herzlichst Ihre Esin Tekige


********** AUSGABE 56 **********

Eine friedvolle Ramazanzeit!
Liebe Leser,
Zehn Jahre ARImagazin! Was für eine Zahl! Wir blicken gemeinsam auf 55 unterhaltsame Ausgaben in der letzten Dekade zurück und es macht mich stolz, daß Sie mir bis heute treu geblieben sind! Auch diese 56. Ausgabe hat mich wieder viel Kraft gekostet und mein Ansporn wird immer die positive Resonanz und die Anerkennung sein, die ich von Ihnen, liebe Leser, jedesmal erhalte- vielen Dank an dieser Stelle für Ihre Treue!

Nur ein kurzes Wort zur Bundestagswahl
Wenn Sie dieses ARImagazin in den Händen halten, wird es in Deutschland wieder eine Regierung geben, welche Koalition auch immer es geworden sein mag.

An dieser Stelle möchte ich nur kurz daran erinnern, wie die Unionsparteien im Verlauf des Wahlkampfes Nichtdeutschstämmigen wenig Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände gemacht haben. Auch jemand, der seit vierzig Jahren in Deutschland lebt und arbeitet kann mit einer kleinen Gesetzesänderung schnell heimatlos werden, das gibt kein Gefühl der Sicherheit!

Wir müssen weiter daran arbeiten, die Vorurteile abzubauen und immer daran erinnern, daß Terror keine Religion hat- egal wo auf der Welt es dazu kommt. Wie schnell fällt sonst auch auf fromme Muslime ein dunkler Schatten.

Der Ramazan hat schon begonnen, wenn Sie diese Zeilen lesen und da gibt es glücklicherweise viel Gelegenheit für friedvollen Dialog zwischen den Kulturen. Die türkischen Vereine werden zu großen Abendessen einladen und sich dafür einsetzen, daß der Meinungsaustausch rege bleibt.

Wunderbare Geste
Die größte Geste für Toleranz kam unlängst vom Polizeipräsident Dr. Wilhelm Schmidbauer: Bei einem Moscheebesuch in der Mehmet-Akif-Moschee am Frankfurter Ring, kam er meiner Bitte nach und zeigte er sich in Cüppe und Sarýk, der traditionellen Kleidung der Hodschas und Imame.

Ich könnte mir keinen türkischen Polizeipräsidenten vorstellen, der sich in der Robe eines deutschen Priesters oder Pfarrers zeigt! Mit dieser wunderbaren Geste gewann er nicht nur die Herzen der deutschen und türkischen Pressevertreter!

Von wegen Türkei-Auftritt in der Europäischen Union!
Die EU hat mit der Entscheidung des Verhandlungsbeginns zum Beitritt der Türkei eine wichtige Entscheidung getroffen und die EU darf sich auf ein blühendes, reiches Land freuen. Überall in der Türkei finden internationale Veranstaltungen statt: In Istanbul zahllose Messen und längst haben die deutschen Firmen mehr als ihre Fühler ausgestreckt, denn man weiß um das reiche Potential


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