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DITIM MÜNCHEN MOSCHEE UND KULTURZENTRUM INFORMIERT

[Ausgabe: 75 – MÄRZ / APRIL / MAI 2009]

Recep Dereli: “Ich möchte mich als neuer DITIM- Vorsitzender im Namen meiner Gemeindemitglieder und Landsleute bei Herrn OB Ude für seinen großen Einsatz sehr herzlich bedanken”.

Stadtrat genehmigt
Sendlinger Moschee

Der Münchener Stadtrat genehmigte den Bebauungsplan für die Moschee in Sendling – gegen die Stimmen der CSU. Ich möchte mich als neuer DITIM- Vorsitzender im Namen meiner Gemeindemitglieder und Landsleute bei Herrn OB Ude für seinen großen Einsatz sehr herzlich bedanken. Danke Herr Ude! Sie haben Ihr Wort gehalten. Sie und die meisten Stadträte stellten sich damit demonstrativ hinter dieses Projekt, obwohl es wegen Geldnot vom Scheitern bedroht ist. Gerade deshalb brauchten wir jetzt das Baurecht als positives Signal, damit wir wieder auf Spenden unserer Unterstützer hoffen können.

Die Stadt München hatte bereits einen positiven Bau- Vorbescheid für den Moscheebau erteilt. Die Regierung von Oberbayern hatte Widerspruch gegen diesen Bescheid eingelegt, weil einige Nachbarn des Baugrundstücks am Gotzinger Platz Beschwerde eingereicht hatten. DITIM hatte gegen den Widerspruch der Regierung von Oberbayern geklagt - und verlor.

Natürlich kann sich die deutsche Seite die Hände nicht in Unschuld waschen und sagen, sie hätten für den Bau der Moschee alles getan, nun sei DITIM an der Reihe. Erst der langwierige Rechtsstreit brachte Sand ins Getriebe und die Spendenbereitschaft der Gläubigen ging rapide zurück. Bis Juli müssen wir dem Stadtrat die Finanzierung des Projekts nachweisen. Wir werden jedoch Herrn OB Ude darum bitten, dass er uns diese Frist bis zum Jahresende verlängert, da mit der aktuellen Finanzkrise eine neue Situation eingetreten ist.

Dieses Moschebauprojekt ist lange nicht mehr ein Projekt allein von DITIM und der Muslime in München. Vielmehr, ist es ein Projekt aller Münchener und insbesondere derer, die behaupten, München sei „eine Weltstadt mit Herz“ Und das soll nun mehr mit diesem Projekt wieder einmal bewiesen werden. Wir bitten alle Münchener jeglicher Glaubensrichtungen für diese Moschee zu spenden. Insbesondere erwarten wir von traditionsreichen Unternehmen wie BMW, MAN, Siemens usw., wo viele Muslime beschäftigt sind, großzügige Spenden. In einer Zeit wo es Abwrackprämien für Schrottautos, staatliche Milliardenzuschüsse für Pleitebanken wie Bayern LB und Hypo Real Estate gibt, wird es wohl noch möglich sein, für eine Moschee, die es in München als solche noch nicht gibt, zu spenden. Jetzt sind Sie an der Reihe Herr Ude! Aber nicht nur Sie, auch unsere Dachorganisation DITIB kann jetzt nicht kneifen, nur weil sie in Köln eine Großmoschee baut. Schließlich wagten wir dieses Projekt nur, weil wir auf deren Unterstützung zählten. Ein Aufruf von den Kanzeln am Freitagsgebet genügt und die Spenden fließen wieder. Aber mit Spenden allein ist es nicht getan. Auch der türkische Staat muss seinen finanziellen Anteil leisten. Sowie Herr Ude muss auch die türkische Seite ihr Wort halten. Nochmals Danke Herr Ude!

ARI / Münih


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