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2012-01-18 * Ausgabe 95
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München wächst - eine Herausforderung für den Wohnungsbau


München wächst wie seit Jahrzehnten nicht. Nachdem die Einwohnerzahl seit 1972 lange Zeit relativ konstant bei 1,3 Millionen lag, leben mittlerweile mehr als 1,4 Millionen Menschen in der Stadt. Und schon 2014 wird aller Voraussicht nach die 1,5 Millionen-Einwohner-Grenze überschritten. Diese Entwicklung stellt eine große Herausforderung dar – an den Wohnungsbau, den Mieterschutz und die gesamte städtische Infrastruktur, die dem wachsenden Bedarf gerecht werden muss.

Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist dabei die zentrale Aufgabe – und zwar für die gesamte Region München. Um die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland-Gemeinden bei diesem zentralen Thema zu fördern, wird am 6. März eine Wohnungsbaukonferenz in München stattfinden. Ziel ist es, gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie noch mehr attraktive und erschwingliche Wohnungen gebaut werden können – gleichzeitig aber auch Freiräume erhalten bleiben, die für die Bevölkerung des städtischen Großraums so wichtig sind. Mit dem größten kommunalen Wohnungsbauprogramm Deutschlands - „Wohnen in München“ - treibt die Stadt den Wohnungsbau seit vielen Jahren voran. Seitdem das Programm 1990 aufgelegt wurde, sind 115.000 neue Wohneinheiten in der Landeshauptstadt fertiggestellt worden. Diese Zahl kann sich wahrlich sehen lassen. Nun wollen wir diesen Weg noch entschlossener weitergehen. Zahlreiche große Wohnungsbauprojekte werden in diesem Jahr voran getrieben. Eine wichtige Flächenreserve für die Stadt stellen dabei die ehemaligen Kasernen dar: Auf dem 48 Hektar großen Areal der Bayernkaserne sollen rund 3.000 Wohnungen sowie Schulen, Kindergärten und Geschäfte entstehen. Mit dem Grundsatzbeschluss für die Bebauung des Areals stellt der Stadtrat Anfang 2013 die Weichen dafür. Weitere 1.800 Wohnungen sind auf dem Gelände der Prinz-Eugen-Kaserne geplant. In diesem Jahr wird hier die Vermarktung und Erschließung der Grundstücke vorbereitet. Auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne an der Domagkstraße steht heuer der Baubeginn für die ersten der rund 1.600 geplanten Wohnungen an. Und am Ackermannbogen, ebenfalls eine ehemalige Kasernenfläche, wird 2013 der letzte Bauabschnitt in Angriff genommen. Insgesamt werden in dem Quartier am Rand des Olympiaparks am Ende 2.250 Wohnungen geschaffen worden sein. Aber auch abseits ehemaliger Kasernenflächen werden 2013 große Wohnbauprojekte vorangebracht: So macht die Paulaner Brauerei mit ihrem Umzug vom Nockherberg nach Langwied den Weg frei für die Umwandlung des Areals in ein Wohnquartier mit 1.200 bis 1.400 Wohnungen. Der Stadtrat wird hierfür im Sommer die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen.

Die Planungen für den letzten Teilbereich der Zentralen Bahnflächen östlich der Paul-Gerhardt-Allee laufen ebenfalls auf Hochtouren.

Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Bauvorhaben mit jeweils Hunderten von neuen Wohnungen - so wie etwa im neuen Kreativquartier an der Dachauer Straße, am Hanns-Seidl-Platz, in Berg am Laim und in der Messestadt. Auch die Stadtwerke werden mit 500 weiteren Werkswohnungen ihre Ausbauoffensive hier fortsetzen. Der Realisierungswettbewerb für den heute noch brach liegenden Bereich an der Drygalski-Allee, Ecke Boschetsrieder Straße, für bis zu 1.000 Wohnungen wird im Mai entschieden und auch am Oertelplatz in Allach sollen neue Wohnungen entstehen. Münchens größtes Wohnungsbauprojekt in Freiham Nord kommt ebenfalls gut voran. Für den ersten Realisierungsabschnitt werden wir heuer die Rahmenplanung vorstellen können, so dass hier voraussichtlich ab 2017 die ersten Bewohner werden einziehen können. Langfristig soll in Freiham Nord ein Wohngebiet für bis zu 20.000 Einwohner entstehen. Seit der Ära Vogel hat die Stadt nicht mehr so viele große Wohnungsbauprojekte angeschoben. Das gibt es so in keiner anderen deutschen Großstadt. Daneben konnten wir auch die beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und GEWOFAG deutlich stärken. Ihr Wohnungsbestand ist von 53.000 auf jetzt 58.000 Einheiten angewachsen.

**********AUSGABE 94**********

Ausbau - Offensive für Kinderbetreuung
Der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung ist seit Jahren ist ein zentrales Anliegen der Stadtpolitik. Nicht nur steigende Geburtenzahlen und Zuzüge von Familien mit Kindern sind die Gründe dafür, dass immer mehr Plätze zur Kinderbetreuung gebraucht werden. Immer mehr Eltern wünschen sich auch eine möglichst frühzeitige Betreuung und Förderung ihrer Kleinen.

Besonders die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Heute wünschen sich bereits rund 60 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren in München einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Das hat eine Elternbefragung des Referats für Bildung und Sport ergeben.

Die Stadt hat auf diesen massiv steigenden Bedarf reagiert. Seit dem Jahr 2000 wurden in München mehr als 10.000 neue Plätze allein zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren geschaffen – in Kindertageseinrichtungen der Stadt, von freien Trägern, in Eltern-Kind-Initiativen und in der Tagespflege.

Um dem ab 1. August 2013 in Kraft tretenden gesetzlichen Rechtsan-
spruch auf frühe Förderung für Kinder ab einem Jahr bestmöglich gerecht zu werden, hat die Stadt dieses Engagement noch gesteigert und bereits im vergangenen Jahr ein ehrgeiziges Bauprogramm zur Realisierung von Kinderbetreuungsplätzen aufgelegt.

Im Rahmen dieses Programms werden bis 2013 für insgesamt rund 100 Millionen Euro an 32 Standorten rund 2.500 weitere Kinderbetreu-
ungsplätze geschaffen, rund 1.200 davon für Kinder unter drei Jahren.

Derzeit liegt der Versorgungsgrad für Kinder von null bis drei Jahren in München mit insgesamt rund 15.500 Plätzen bei 38 Prozent. Bis zum kommenden Jahr soll er mit insgesamt rund 19.500 Plätzen auf knapp 48 Prozent steigen.

Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt aber nur für Ein- bis Dreijährige. Betrachtet man nur diese Gruppe, erreicht München bis 2013 einen Versorgungsgrad von rund 66 Prozent. Das liegt weit über dem von der Bundesregierung im Durchschnitt als ausreichend ange-
nommenen Bedarf von 35 Prozent und selbst über den 60 Prozent, die sich nach eigener Aussage in München einen Betreuungsplatz wünschen.

Ob dieser Versorgungsgrad dann aber tatsächlich ausreicht, den Bedarf zu decken, kann niemand vorhersagen. Denn der Rechtsan-
spruch ist ein individuelles Recht, das jeder unabhängig von durchschnittlichen Versorgungsgraden einklagen kann. Er ist erst dann erfüllt, wenn tatsächlich jedes Kind, für das seine Eltern einen Platz suchen, auch einen solchen Platz bekommt.

Dafür will die Stadt sorgen. Der Ausbau geht deswegen auch in den nächsten Jahren mit Hochdruck weiter: Bis zum Jahr 2015 wird die Stadt mit ihrem Mehrjahresinvestitionsprogramm insgesamt mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung investieren. Dadurch sollen rund 3.500 Krippenplätze, rund 4.500 Kindergarten-
plätze und 3.250 Plätze in Horten und Tagesheimen geschaffen werden.

**********AUSGABE 93**********

115 – Ihr direkter Draht zur Verwaltung
Im Notfall muss man nicht lange überlegen. Die einheitliche Notruf-Nummer 112 sorgt dafür, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bei Bedarf schnell zur Stelle sind. Nicht ganz so einfach war die Sache bislang, wenn es darum ging, für einen anstehenden Behördengang auf Anhieb die zuständige Dienststelle nebst Adresse, Öffnungszeiten und erforderlichen Unterlagen zu ermitteln.

Doch auch in diesen Fällen soll nun mit der 115 eine neue, bundesweit einheitliche Rufnummer dafür sorgen, dass man mit nur einem Anruf automatisch an der richtigen Stelle ist. Für die Münchnerinnen und Münchner ist dieser direkte Draht in die Verwaltung jetzt ab sofort freigeschaltet.

Zwar hat die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern schon bisher unter der Nummer 233-00 einen Zentralen Telefonservice für die Stadtverwaltung geboten, mit dem sich bei der jüngsten Bürgerbefragung zwei Drittel der Befragten zufrieden zeigten.

Die neue Nummer 115 aber bietet noch mehr: Verwaltungen in ganz Deutschland auf allen Ebenen – vom Bund bis zu den Kommunen – sollen sich zu diesem Service zusammenschließen. Der Anrufer erhält hier also nicht nur Auskünfte zu den Leistungen städtischer Behörden, sondern etwa auch zur Rente, zum BAFöG, zur Praxisgebühr etc. Er muss sich keine Gedanken mehr machen, ob die Münchner Stadtverwaltung oder eine andere Behörde für sein Anliegen zuständig ist – unter der 115 ist er immer richtig verbunden.

Die Teilnahme an dem Service-Verbund 115 ist für die Stadt ein weiterer Schritt hin zu mehr Bürgerfreundlichkeit in der Verwaltung. Ihren Telefonservice, der bereits zuvor mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen optimiert worden war, hat sie dafür technisch und personell weiter aufgerüstet.

Rund 250.000 Euro investierte die Stadt allein in den technischen Ausbau. Dazu kommen jährlich weitere Kosten in Höhe von 300.000 Euro für zusätzliches Personal und Schulungen. Das Geld ist aber gut angelegt -denn ein kompetenter und leistungsfähiger Telefonservice ist und bleibt auch in Zeiten des Internets das Aushängeschild einer bürgerfreundlichen Verwaltung.

Mit München geht – nach Kempten und dem Landkreis Oberallgäu – erst die dritte bayerische Kommune mit der 115 an den Start. Ein großer Fortschritt für die Verbreitung des 115-Service-Angebots in Bayern wäre es, wenn der Freistaat selbst seine bisherige Zurückhaltung aufgibt und endlich – nach dem Vorbild anderer Bundesländer – auch den 115- Verbund unterstützen würde.

Zu erreichen ist die neue Servicenummer 115 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zur Einheitlichen Behördennummer finden Sie unter www.115.de.

**********AUSGABE 92**********

In München lebt man sicher – dank Prävention auf allen Ebenen
Die Kriminalitätsstatistik belegt es Jahr für Jahr aufs Neue: München ist die wohl sicherste Millionenstadt Europas. Der jüngste Sicherheitsreport, den die Münchner Polizei erst kürzlich vorgelegt hat, bestätigt dies erneut. Die ohnehin niedrige Kriminalität in der Stadt ist danach im
vergangenen Jahr weiter leicht zurückgegangen. Die Münchner können sich in ihrer Stadt also sehr sicher fühlen.

Zu dieser sehr guten Sicherheitslage tragen nicht nur polizeiliche Maßnahmen bei, sondern gleichermaßen ein ganzes Bündel städtischer Aktivitäten, das im Vorfeld potenzieller Konflikte ansetzt und damit versucht, Spannungssituationen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Die Weichen dafür wurden bereits im Jahr 2000 gestellt mit einem umfassenden Konzept unter dem Titel „Leitlinie Sicherung des inneren Friedens durch kommunale Sicherheits-, Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik“. Vorrang vor repressiven Maßnahmen haben Prävention und Hilfsangebote, so der Tenor des Konzepts.

Im Mai diesen Jahres hat das Kreisverwaltungsreferat dem Stadtrat ergänzend zum Sicherheitsreport der Polizei erstmals einen eigenen, kommunalen Sicherheitsbericht vorgelegt, der künftig jährlich veröffentlicht werden soll. Darin sind alle städtischen Anstrengungen für die Sicherheit der Münchner Bürgerinnen und Bürger dargestellt.

Der Bericht macht deutlich, welch breites Spektrum an Maßnahmen und Aktivitäten die Stadt München aufbietet, um die Stadt für ihre Bewohnerinnen und Bewohner sicher und lebenswert zu erhalten. Die Bandbreite reicht von unmittelbaren Maßnahmen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum über Verbraucher-, Jugend- und Gesundheitsschutz bis hin zur Förderung sozialer Balance in der Stadt und zu bildungs- und kulturpolitischen Maßnahmen.

So hat sich beispielsweise im Sicherheitsbereich die enge Zusammenarbeit von Polizei und Stadt im sogenannten Sicherheits- und Aktionsbündnis Münchner Institutionen (S.A.M.I.) bewährt.

Auch Initiativen wie die „Münchner Courage“, mit der unter anderem die Kirchen, Polizei, Stadt und das bayerische Innenministerium gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Gewalt und für Zivilcourage, kommt in diesem Bereich große Bedeutung zu. Die Initiative, die nach dem gewaltsamen Tod von Dominik Brunner ins Leben gerufen wurde, finanziert unter anderem Zivilcouragekurse, in denen die Teilnehmer lernen, sich selbst und anderen im Notfall zu helfen.

Zum hohen Sicherheitsstandard im öffentlichen Nahverkehr tragen die Präsenz von Sicherheitskräften, die Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen, das Alkoholverbot und der Ausbau des Handynetzes in der U-Bahn bei. Zudem achtet die MVG bei Modernisierungsmaßnahmen verstärkt auf Transparenz und gute Ausleuchtung der Bahnhöfe.

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen Konflikte und Gewalt in der Stadt zählt aber auch eine Sozialpolitik, die auf sozialen Ausgleich setzt und so Spannungen frühzeitig verhindert. Die Schaffung preiswerten Wohnraums zählt dazu ebenso wie soziale Dienste, die in den Sozialbürgerhäusern in den einzelnen Stadtteilen für alle leicht erreichbar sind. Und auch gleiche Chancen für alle im Schul- und Bildungsbereich spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle für den sozialen Frieden in der Stadt – und damit für die Sicherheit aller.

**********AUSGABE 91**********

Bayern missachtete das Grundgesetz
Es vergeht ja wohl kein Tag, ohne dass wir feierlich beteuern, die Gleichbehandlung aller Menschen liege uns besonders am Herzen. Ohne Rücksicht auf Herkunft und Nationalität, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Der Bayerische Landtag mit seiner CSU-Mehrheit nahm es bei diesem Thema aber nicht so ernst. So blieb das Landeserziehungsgeld, das seit 1989 im Anschluss an das Elterngeld ausbezahlt wird, über zwei Jahrzehnte lang Kindern vorbehalten, die EU-Bürger oder gleichgestellt sind. Wer aus einem anderen Land stammt und keine EU-Staatsbürgerschaft erwarb, ging hingegen leer aus. Gegen diese Ungleichbehandlung hatte ein in Bayern geborenes Kind geklagt, dessen Eltern aus Polen gekommen waren, und zwar vor dem EU-Beitritt. Da half es auch nichts, in Bayern gebürtig zu sein: Das bayerische Gesetz schloss jeden Anspruch aus.

Hierzu erging Anfang März ein deutliches Urteil des Bundesverfas-
sungsgerichts: Diese Diskriminierung ist verfassungswidrig, verstößt gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Der Landtagsabge-
ordnete Hans-Ulrich Pfaffmann, der auch Vorsitzender der Münchner SPD ist, hat es treffend formuliert: „Die Förderung von Kindern ist keine Frage der Nationalität, sondern eine Frage der Gerechtigkeit.“

Ich halte es für eine persönliche Blamage der Staatsregierung, dass sie extra vom Verfassungsgericht in Karlsruhe auf die Gültigkeit elementarer Verfassungsgrundsätze hingewiesen werden musste. Darauf hätte Sozialministerin Christine Haderthauer auch selber kommen können, dass eine derartige Diskriminierung von Kindern nur wegen der Herkunft ihrer Eltern verfassungsrechtlich nicht zulässig ist und auch dem Gerechtigkeitsgefühl widerspricht. Aber so wurden über zwei Jahrzehnte lang jene Kinder, deren Eltern beispielsweise aus der Türkei kamen, von dieser Förderung ausgeschlossen. Ganz egal, wie man zu dieser staatlichen Leistung steht (ich würde einen Ausbau der Kinderbetreuung für sinnvoller halten), muss doch klar sein: Das Grundgesetz ist zu respektieren, auch wenn es manchen offensichtlich schwer fällt.

Was tun? Auch wenn die Neuregelung noch nicht vorliegt, die bis Ende August 2012 erlassen sein muss, kann ich jetzt allen Betroffenen nur empfehlen, vorsorglich einen Antrag zu stellen. Ein Antragsformular ist beim Standesamt erhältlich, zusammen mit der Geburtsurkunde und dem Elterngeldantrag oder auf Anforderung beim Zentrum Bayern Familie und Soziales. Unter https//www.erziehungsgeld.bayern.de steht Ihnen ein online-Antrag jederzeit zur Verfügung.

Das Landeserziehungsgeld kann frühestens ab dem 13. Lebensmonat des Kindes beansprucht und ab dem 9. Monat beantragt werden, nicht jedoch vor dem Ablauf des letzten Auszahlungsmonats des Elterngeldes. Gezahlt wird das Landeserziehungsgeld längstens bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres.Das Landeserziehungsgeld wird rückwirkend nur für die letzten 3 Lebensmonate vor der Antragstellung geleistet.

Und wie hoch ist das bayerische Landeserziehungsgeld? Es wird maximal 6 Monate lang für das erste Kind und 12 Monate ab dem zweiten Kind gezahlt. Es ist einkommensabhängig und beträgt für das erste Kind 150 Euro, für das zweite 200 Euro und ab dem dritten Kind 300 Euro pro Monat.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Diskriminierung von Nicht-EU-Bürgern beendet hat, sollte niemand versäumen, seine Rechte geltend zu machen.

**********AUSGABE 90**********

Ausbauoffensive Kinderbetreuung
Der Baby-Boom in unserer Stadt ist weiter ungebrochen. Seit Jahren steigen die Geburtenzahlen in München stetig an, auch im vergangenen Jahr erblickten wieder mehr als 15.000 Kinder in München das Licht der Welt. Diese erfreulichen Zahlen bedeuten für die Stadt aber auch eine große Herausforderung. Denn die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für die Kleinen steigt damit weiter.

Der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung ist seit Jahren ein zentrales Anliegen der Stadt. Insgesamt gibt es in München derzeit rund 68.000 Betreuungsplätze für Kinder in Krippen, Kindergärten, Horten, Tagesheimen, Eltern-Kind-Initiativen und bei Tagesmüttern.

Und die Stadt wird auch in Zukunft weiter in den Ausbau der Kinderbetreuung investieren: In den nächsten vier Jahren sind für den Bau von Kindertageseinrichtungen 304 Millionen Euro veranschlagt. Damit können 3.516 Krippen- und 4.475 Kindergartenplätze sowie 1.650 Plätze in Horten und 1.600 Plätze in Tagesheimen neu geschaffen werden. Allein bis September 2012 sollen 1.500 Plätze für Kinder bis zu drei Jahren, 750 Plätze für Drei- bis Sechsjährige und 500 Plätze für Grundschulkinder in Horten und Tagesheimen neu entstehen. Dafür sind allein für das Jahr 2012 rund 99 Millionen Euro eingeplant.

Damit setzt die Stadt die Ausbauoffensive der vergangenen Jahre fort: Besondere Anstrengungen wurden dabei bei den Angeboten für Kinder unter drei Jahren unternommen. Hier ist die Nachfrage nach Betreuungsplätzen besonders stark gestiegen. In den letzten zehn Jahren konnte die Platzzahl für diese Altersgruppe um 80 Prozent auf derzeit rund 14.100 Plätze erhöht werden. Der Versorgungsgrad für unter Dreijährige liegt damit bei 35 Prozent. Rein formal hat München damit das Ziel, das die Bundesregierung erst für das Jahr 2013 vorgegeben hat, bereits erreicht. Doch der tatsächliche Bedarf liegt höher, laut einer aktuellen Umfrage bei 60 Prozent. Diesen realen Bedarf will die Stadt auch decken.

Angesichts der steigenden Geburtenzahlen und einem immer größeren Anteil an Eltern, die für ihre Kinder Betreuungsplätze suchen, hinkt der Ausbau der wachsenden Nachfrage jedoch hinterher. Das liegt auch daran, dass es in einer dicht bebauten Großstadt wie München immer schwieriger wird, geeignete Bauplätze und Immobilien für Kindertageseinrichtungen zu finden. Bei den Betreuungsplätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren nähern wir uns der Vollversorgung. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Betreuungsplätze für diese Altersgruppe um rund 40 Prozent erhöht. Aktuell sind für 88 Prozent der Kinder in diesem Alter Betreuungsplätze vorhanden. Aber auch in der Grundschule wünschen sich viele Eltern eine zuverlässige ganztägige Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder. Deshalb ist der Ausbau der ganztägigen Angebote im Grundschulbereich ein weiterer Schwerpunkt. Im laufenden Schuljahr stehen für die Münchner Grundschulkinder in Horten und städtischen Tagesheimen rund 15.600 Plätze zur Verfügung, bis September 2012 kommen durch das städtische Investitionsprogramm weitere 500 Plätze hinzu. Außerdem gibt es rund 9.100 Plätze in der von Eltern organisierten Mittagsbetreuung. An 29 von 130 Münchner Grundschulen gibt es außerdem rund 1.420 Plätze in gebundenen Ganztagsklassen. Damit sind derzeit 69 Prozent der Münchner Grundschulkinder mit einem Ganztagsplatz versorgt. In ganz Bayern sind es gerade einmal 16 Prozent!

Dennoch besteht auch in München Bedarf nach mehr Ganztagsangeboten für Grundschulkinder. Hier ist insbesondere der Freistaat Bayern aufgefordert, mehr Ganztagsklassen einzurichten. Ziel des städtischen Bildungsreferats ist es, die Zahl der Ganztagsklassen an Münchner Grundschulen bis zum neuen Schuljahr 2012/2013 mindestens zu verdoppeln.

**********AUSGABE 89**********

Ein finanzpolitischer Paukenschlag
Wenn das kein finanzpolitischer Paukenschlag ist: Die Landeshauptstadt wird am Jahresende den niedrigsten Schuldenstand seit 1996 haben. Das bedeutet, dass wir die letzten 15 Jahre ohne jede bleibende Neuverschuldung meistern konnten.

In dürren Jahren wurden zwar Kredite aufgenommen, um die außerordentlich hohe Investitionskraft der Stadt zu erhalten und die Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten. Der Stadtrat hat aber die Kraft gehabt, in guten Jahren im selben Umfang Schulden auch wieder abzubauen. Mit den 390 Millionen Euro, die wir allein in diesem Jahr zurückzahlen werden, sind es dann insgesamt fast 1,6 Milliarden Euro Schuldenabbau. Das entspricht einer Halbierung der Münchner Pro-Kopf-Verschuldung.

Besonders bemerkenswert ist, dass München dies erreicht hat, ohne städtische Unternehmen zu verkaufen – das Erbe früherer Jahrzehnte wurde also nicht verscherbelt, sondern im Gegenteil vermehrt. Die Stadtwerke München zum Beispiel führen jedes Jahr eine dreistellige Millionen-Summe an die Stadt ab und sind überdies in der Lage, mit einem Neun-Milliarden-Programm die erneuerbaren Energien massiv auszubauen.

Während andere Städte unter dem Beifall von Wirtschaftsredaktionen ihre Wohnungsbestände veräußert haben, hat München die Bestände der städtischen Wohnungsbaugesellschaften nicht nur behalten, sondern durch Hinzuerwerb und Neubau beständig aufgestockt. Heute verfügen GEWOFAG und GWG über deutlich mehr als 60.000 Wohnungen.

Und obwohl bei der Stadt keine Privatisierungserlöse sprudelten, hat sie wie keine andere deutsche Kommune in die Kinderbetreuung und das Schulwesen, in Wohnungsbau, Verkehrsinfrastruktur und Kultur investiert. Die städtischen Investitionen belaufen sich seit 1993 auf insgesamt 16,4 Milliarden Euro.

Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter kräftig in die Zukunft unserer Stadt investieren. Neben 885 Millionen Euro an Kapitalrückführung an die Stadtwerke ist bis 2015 derzeit ein Investitionsvolumen von fast 3,4 Milliarden Euro vorgesehen, davon allein 965 Millionen Euro für Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Schulen. Weitere wichtige Posten sind der Straßen- und Brückenbau mit 683 Millionen, der Wohnungsbau mit 481 Millionen und die Kultur mit 156 Millionen Euro.

Kraftvoll investieren, die Daseinsvorsorge in kommunaler Hand stärken und gleichzeitig durch strikte Ausgabendisziplin den Haushalt weiter konsolidieren - diese verantwortungsvolle Finanzpolitik wird auch in Zukunft ein Markenzeichen der Münchner Stadtpolitik bleiben.

**********AUSGABE 88**********

Lebendige Stadtteil-Kultur
München setzt nicht nur auf die so genannte Hochkultur, sondern auch und gerade auf eine lebendige Kulturszene in den Stadtteilen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Stadtteilwochen, die Stadtteil-Kulturfestivals der Landeshauptstadt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Hier konnte das Kultureferat kürzlich eine doppelt positive Bilanz ziehen:

Zum einen haben nicht weniger als 27.000 Münchnerinnen und Münchner die diesjährigen Stadtteilwochen in Forstenried – Fürstenried – Solln und in Berg am Laim besucht. Insgesamt beteiligten sich 292 Vereine, Institutionen, soziale und kirchliche Einrichtungen, Einzelkünstler und Künstlergruppen mit 161 Veranstaltungen an 50 Spielorten – bis auf wenige Ausnahmen bei kostenfreiem Eintritt.

Zum zweiten markierte das Festival in Forstenried – Fürstenried – Solln als die 100. Stadtteilwoche ein bemerkenswertes Jubiläum. Die erste Stadtteilwoche fand 1977 im Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart statt, damals noch in Form eines Straßenfestes und in den vorhandenen Stadtteilinstitutionen wie den Stadtbibliotheken, der Volkshochschule und sozialen Einrichtungen. Seit 1981 werden zur wetterfesten Durchführung der Veranstaltungen große Zirkuszelte auf zentralen Plätzen eines Stadtviertels aufgebaut. Die Stadtteilwochen sind das Flaggschiff der kulturellen Stadtteilarbeit in München und vom Europarat als innovatives Modell für Neighbourhood Culture anerkannt. Ihr Schwerpunkt damals wie heute liegt auf der Beteiligung der im jeweiligen Stadtviertel ansässigen Vereine, Initiativen, Einrichtungen, Künstlerinnen und Künstler sowie der zuständigen Bezirksausschüsse, die wesentlich zum großen Erfolg dieser Stadtteilkulturfestivals beitragen. Die Stadtteilwochen ermöglichen in Form eines großen Kulturmarktes mit Theater, Musik, Kabarett, Lesungen, Ausstellungen, Aktionen und Führungen die Begegnung der verschiedensten Kulturen.

Die „kleine Schwester“ unter dem Titel Kulturtage präsentiert ebenfalls die vielfältigen kulturellen Aktivitäten in den Vierteln, aber eben über einen kürzeren Zeitraum als eine ganze Woche. Unter dem Motto „Wir machen was“ finden heuer noch von 6. bis 9. Oktober Kulturtage in Obergiesing – Fasangarten statt. Für das nächste Jahr sind Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen Hasenbergl – Feldmoching –
Nordhaide – Hart, in Aubing – Lochhausen – Langwied sowie Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt geplant.

Außer durch Stadtteilwochen und Kulturtage fördert die Stadt das kulturelle Leben in den Stadtvierteln durch Investitionen in Stadtteilkulturzentren, Stadtbibliotheken und die Münchner Volkshochschule. So wurde z.B. kürzlich die Stadtbibliothek Hadern nach aufwändiger Rundumsanierung wiedereröffnet. Das neue Dülferzentrum mit Bibliothek, Volkshochschule und bürgerschaftlicher Nutzung feierte Richtfest, und auch an der Deisenhofener Straße wird eine neue Bibliothek geplant.

Auch das vielfältige Angebot der Münchner Volkshochschule ist ein fester Bestandteil der Kultur in den Stadtteilen. Mit der Modernisierung der Standorte in Hadern und Giesing sowie dem in diesem Frühjahr begonnenen Bau des Stadtteilzentrums Hasenbergl/Nordhaide bringt
die Volkshochschule neue, attraktive Lern- und Begegnungsorte in die Stadtviertel.

In die Stadtteilkulturzentren investierte die Stadt im vergangenen Jahrzehnt rund 20 Millionen Euro. So wurde im vergangenen Jahr die Sanierung der Nebengebäude der Mohr-Villa in Freimann abgeschlossen. Vor zehn Jahren war die Mohr-Villa selbst für die Nutzung als Stadtteilkulturzentrum instandgesetzt worden. Seit 2001 wurden außerdem das Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz in Neuperlach, das Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, das Kultur- und Bürgerhaus Pelkovenschlössl, das Kulturzentrum Riem-Arcaden, das Kulturzentrum Trudering und das Kulturhaus Milbertshofen eröffnet. Damit besteht das Netz von Stadtteilkulturzentren derzeit aus rund 30 Einrichtungen.

Auch die finanzielle Ausstattung der Kulturzentren und der Kulturszene in den Stadtteilen wurde verbessert. Im Jahr 2008 bewilligte der Stadtrat zusätzliche Mittel von jährlich insgesamt 400.000 Euro für die Stadtteilkultur. Eine ganze Reihe von Stadtteil-Kulturzentren profitierte bereits von zusätzlichen Zuwendungen für Personal, Programm und Sachmittel, ebenso unabhängige innovative Projekte, die den Ideenreichtum der Akteure vor Ort zeigen. Einen umfassenden Überblick über die Förderung der äußerst lebendigen Kulturszene in den Stadtteilen gibt es unter muenchen.de/stadtteilkultur.


**********AUSGABE 87**********

Erfolgsmodell der Mittelstandsförderung
Was tun, wenn sich lärmende Handwerksbetriebe nicht im Hinterhof halten können, weil sich die Nachbarschaft gestört fühlt? Was tun, wenn Handwerksbetriebe oder Existenzgründer auf dem Münchner Immobilienmarkt keine erschwinglichen Räume finden können? Die Antwort der Stadt: Das Münchner Gewerbehofprogramm, das international als vorbildlich gilt.

Die Münchner Gewerbehöfe sind eine tragende Säule der Mittelstandspolitik der Stadt. Sie helfen die "Münchner Mischung" aus kleinen Unternehmen und internationalen Konzernen, aus Innovationsbranchen und alteingesessenen Handwerksbetrieben zu erhalten, die sich auch in Krisenzeiten als robust erwiesen hat und zu einem wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg und die Arbeitsmarktstabilität in München geworden ist. Mit der Eröffnung des achten Münchner Gewerbehofs, des Gewerbehofs Laim an der Landsberger Straße, haben wir jetzt einen weiteren Schritt zum Ausbau des Gewerbehofnetzes gemacht.

Gewerbehöfe bieten Flächen, wie sie sonst auf dem Münchner Immobilienmarkt kaum zu finden sind. Da sie durch ihre verdichtete Bauweise die Grundstücksflächen besser ausnutzen, werden Kosten reduziert. Die Flächen werden im erweiterten Rohbau vermietet, um den Betrieben Spielraum für einen maßgeschneiderten Innenausbau und Gelegenheit zu kostengünstigen Eigenleistungen zu bieten. Die dadurch ermöglichten dauerhaft günstigen Mietkonditionen geben den Unternehmen Planungssicherheit.

Dadurch erleichtern Gewerbehöfe Existenzgründern den Start und schaffen Raum für neue Produkte und handwerkliche Ideen, die sich sonst nicht so ungehindert entfalten könnten. Sie erhalten Arbeitsplätze im Viertel und bieten die Vorteile einer wohnortnahen Versorgung ohne störende Nebeneffekte wie Staub, Lärm oder Stellplatzprobleme. Anfang April sind die ersten Mieter in den Gewerbehof Laim eingezogen. Er bietet Flächen von 40 bis maximal 500 Quadratmetern für kleine und mittelständische Betriebe - auf 11.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche ist Platz für zirka 50 Unternehmen. Dank der besonderen Infrastruktur des Gebäudes, wie einer Deckenbelastbarkeit von 1.000 bis 1.500 Kilogramm pro Quadratmeter und Lastenaufzügen mit einer Tragkraft von bis zu elf Tonnen, ist es möglich, bis in das vierte Obergeschoss mit schweren Maschinen zu arbeiten.

Der neue Gewerbehof wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro nach den Plänen von bogevischs buero errichtet. Architektonisch herausragend ist die doppelte Fassade des Gebäudes, die ihm nicht nur ein modernes Gesicht gibt, sondern auch Vorteile bei Lärmschutz und Energieeffizienz bringt.

Die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft kann heuer bereits ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Sie wurde im Herbst 1981 von der Stadt, der Industrieund Handelskammer und der Handwerkskammer als Betreibergesellschaft der Gewerbehöfe und inzwischen auch des Münchner Technologiezentrums gegründet. In den nunmehr acht Münchner Gewerbehöfen - zwei von ihnen, die Gewerbehöfe am Ostbahnhof und am Westpark, werden von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung betrieben - und dem Münchner Technologiezentrum sind derzeit rund 400 Betriebe auf über 100.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche ansässig. Mit einer Auslastungsquote von fast 100 Prozent sind die Gewerbehöfe ein Erfolgsmodell der städtischen Mittelstandsförderung.

Zusammen mit weiteren Angeboten wie der kostenlosen Beratung beim Münchner Existenzgründungsbüro, dem von Stadt und Stadtsparkasse aufgelegten Förderprogramm "München-Fonds" für Existenzgründer und der gründerfreundlichen Geschäftspolitik der Stadtsparkasse schaffen die Gewerbehöfe günstige Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen. Das zahlt sich nicht zuletzt deshalb aus, weil diese viele Arbeitsplätze und ein breites Spektrum an Ausbildungsplätzen bieten.


**********AUSGABE 86**********

Münchens wirtschaftlicher Erfolg ist ungebrochen
Der wirtschaftliche Erfolg Münchens ist trotz der Rezession der Jahre 2008 und 2009 ungebrochen. Vom Referat für Arbeit und Wirtschaft zusammengestellte und kürzlich in einer Broschüre (Link http://www.
wirtschaftmuenchen.de/publikationen/pdfs/factsandfigures_2011.pdf) veröffentlichte Zahlen und Fakten belegen, dass München nach wie vor die deutsche Großstadt mit den besten Wachstumschancen, der besten Beschäftigungslage und der höchsten Pro-Kopf-Kaufkraft ist.

Die Stadt München und ihr Umland sind weiter die wirtschaftsstärkste Region in Deutschland. Das bestätigen auch die aktuellen Städterankings der letzten Monate. München hat selbst auf dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2009 knapp 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt in ganz Bayern beigetragen- bei einem Bevölkerungsanteil von nur 10,6 Prozent. Mit rund 25.000 Euro pro Einwohner liegt München an der Spitze der kaufkräftigsten Städte Deutschlands.

Auch die Arbeitslosigkeit ist trotz der Wirtschaftskrise gering geblieben. Im vergangenen Jahr lag die Quote durchschnittlich bei 4,7 Prozent – deutlich unter der anderer deutscher Großstädte wie Berlin (13,5), Hamburg (8,2), Frankfurt a.M. (6,4) und Stuttgart (5,6) oder der bundesweiten Quote von 7,7 Prozent.

Ursache für diese Robustheit des Wirtschaftsstandortes ist vor allem der ausgewogene Branchen- und Strukturmix in München. Münchens wirtschaftliche Stärke beruht auf einer Mischung von Global Playern und Mittelstand, von Großunternehmen und Ein-Mann-Betrieben. Unternehmen aus fast allen wachstumsstarken Branchen schätzen die Standortvorteile, die München zu bieten hat: Vom Dienstleistungssektor über den Hightech- Bereich, von der Kreativwirtschaft bis zur Automobilbranche, von Wissenschaft und Forschung über die Umwelttechnologie bis zu Handel und Finanzen.

Der Erfolg bestätigt auch die Stadtpolitik, die selbst in den zurückliegenden finanziell dürren Jahren kraftvoll hunderte Millionen Euro in Münchens Infrastruktur investiert hat, zum Beispiel für Kinderbetreuung, Schulsanierung, U-Bahn-, Tunnel- und Wohnungsbau.

Sichtbares Zeichen des Erfolgs: München wächst, während andere Städte schrumpfen. Das liegt am Zuzug von Arbeitskräften, die in der Wachstumsregion München Jobs finden, aber auch am anhaltenden Geburtenanstieg, der durch die familienfreundliche Politik der Stadt begünstigt wird.

Als Kehrseite des Erfolgs ist die Nachfrage nach Wohnungen unverändert hoch und damit sind es auch die Mieten. Die Stadt unternimmt deshalb große Anstrengungen zur Förderung des Wohnungsbaus und für den Erhalt bezahlbarer Mietwohnungen.

Voraussetzung für eine Stadtpolitik, die auch auf einen sozialen Ausgleich hinwirken will, sind gesunde Kommunalfinanzen. Auch in dieser Hinsicht hat die Stadt die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise bislang gut überstanden. In den Jahren 2008 und 2010 konnten wir - wie bereits 2006 und 2007 - sogar Schulden abbauen und lagen bei den Investitionen trotzdem deutschlandweit vorne.

So kann sich die Stadtpolitik trotz aller Sparzwänge eine soziale Handschrift bewahren. Ganz besonders freut es mich vor diesem Hintergrund, dass die Stadt im vergangenen Jahr für ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit von einem Bündnis aus mehr als 50 Akteuren des Sozialbereichs mit dem Qualitätssiegel "Soziale Stadt" ausgezeichnet worden ist.


**********AUSGABE 85**********

München investiert in den Ausbau von Kinderbetreuung und Bildung
Seit Jahren können wir uns über einen regelrechten Babyboom in unserer Stadt freuen und immer neue Geburtenrekorde vermelden. Nachdem bereits im Jahr 2009 die höchste Geburtenzahl seit 40 Jahren erreicht worden war, konnten wir im vergangenen Jahr schon wieder einen neuen Geburtenrekord verzeichnen: 14.366 Mädchen und Buben erblickten 2010 in München das Licht der Welt. In Zeiten des demografischen Wandels sind diese Zahlen besonders erfreulich, beweisen sie doch, dass München Zukunft hat.

Die Zahlen bedeuten allerdings auch, dass die Nachfrage nach Angeboten der Kinderbetreuung weiterhin steigen wird. Deshalb bleibt der Ausbau der Betreuungsangebote auch heuer wieder ein Investitionsschwerpunkt: Insgesamt sind in diesem Jahr 44 Millionen Euro eingeplant, um 200 Krippenplätze, 700 Kindergartenplätze und 300 Hortplätze neu zu schaffen. Bis zum Jahr 2013 sollen insgesamt 2.160 neue Betreuungsplätze entstehen. Rund 100 Millionen Euro sind dafür erforderlich. Derzeit weist München im Kindergartenbereich einen Versorgungsgrad von 83 Prozent auf. Das bedeutet, dass 83 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen einen Platz im Kindergarten finden. Das ist viel, aber noch nicht genug. Ziel ist ein Versorgungsgrad von 90 Prozent.

Bei den unter Dreijährigen liegt der Versorgungsgrad derzeit bei 31 Prozent. Damit ist München dem westdeutschen Durchschnitt von 14,6 Prozent zwar weit voraus. Andererseits entwickelt sich die Nachfrage gerade in München weit dynamischer als das Angebot. Auch wegen der hohen Qualität der pädagogischen Arbeit möchten immer mehr Elternpaare von diesem Betreuungsangebot Gebrauch machen. Die Stadt hat sich deshalb einen Versorgungsgrad von 43 Prozent zum Ziel gesetzt. Neben dem quantitativen Ausbau der Betreuungsangebote ist für uns aber auch die Qualität der Betreuung und die zielgerichtete Förderung benachteiligter Kinder ein wichtiges Anliegen. Schon seit Jahren stellt die Stadt deshalb den Münchner Kindertageseinrichtungen zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen Jahr für Jahr über 100 Millionen Euro an freiwilligen Fördermitteln zur Verfügung.

Weitere 50 Millionen Euro pro Jahr an freiwilligen Leistungen hat der Stadtrat jetzt bewilligt, um mit der „Münchner Förderformel“ für Kindertageseinrichtungen Kinder mit besonderem Förderbedarf noch besser unterstützen zu können. Mit der neuen Förderformel, die ab September stufenweise eingeführt wird, sollen Krippen, Kindergärten und Horte in benachteiligten Stadtgebieten vor allem mehr Geld für zusätzliche Förderangebote und eine bessere Personalausstattung erhalten. Damit setzt München ein starkes Zeichen für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Aber nicht nur im Bereich der
Kindertageseinrichtungen engagiert sich die Stadt finanziell stark. Auch in Erweiterung, Sanierung und Umbau von Schulgebäuden steckt sie viel Geld: Allein in diesem Jahr stehen Investitionen in Höhe von insgesamt 156 Millionen Euro an.

So werden in diesem Jahr etwa die neue Hauptschule an der Elisabeth-Kohn-Straße am Ackermannbogen und der Neubau einer Sporthalle für die Grundschule am Lehrer-Götz-Weg fertiggestellt. Beim Gymnasium Trudering steht der Baubeginn an. Auch mit den Erweiterungsbauten der Grundschule an der Grafinger Straße und des Schulzentrums Pfarrer-Grimm-Straße wird 2011 begonnen. In den Stadtteilen Hasenbergl, Schwanthalerhöhe und Neuperlach werden bzw. wurden im Rahmen des Projektes „Lernen vor Ort“ zudem drei Bildungslokale eröffnet, die individuelle Beratung rund ums Thema Bildung bieten und die Aufgabe haben, eigene Strategien für die Bildungsentwicklung im Stadtteil zu erarbeiten. Die erste Einrichtung im Hasenbergl hat bereits im vergangenen Jahr den Betrieb aufgenommen. Das Bildungslokal auf der Schwanthalerhöhe wurde am 3. Februar eröffnet, als dritte Einrichtung folgt noch im Frühjahr 2011 das Bildungslokal in Neuperlach.

**********AUSGABE 84**********

Städtisches Engagement für die Altenpflege
Wirksame Hilfe bei Problemen in der Altenpflege – das ist ein wichtiges Anliegen der Stadt, die in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegesituation ergriffen hat.

So wurde bereits vor 13 Jahren mit der Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege, die direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt ist, ein einzigartiges und inzwischen bundesweit anerkanntes Dienstleistungsangebot eingerichtet. Durchschnittlich erhalten hier jährlich bis zu 2.000 Hilfesuchende Information und Beratung, rund 150 Einzelfälle werden intensiv betreut.

Im stationären Bereich wurde die Pflegeüberleitung zwischen Wohnung, Altenheim und Krankenhaus geschaffen, die heiminterne Tagesbetreuung für Demenzkranke eingeführt, die Sterbebegleitung und die gerontopsychiatrische Fortbildung finanziell unterstützt und die Personalentwicklungsmaßnahme „Umgang mit Dementen“ gefördert. Außerdem wurde auch für die Heimaufsicht mehr Geld und mehr Personal zur Verfügung gestellt.

Zur Sicherung und Verbesserung der Pflegequalität im ambulanten Bereich hat der Stadtrat ein Angebot mit pflegeergänzenden Leistungen sowie Fort- und Weiterbildungsprogramme für Pflegekräfte beschlossen. Zudem bietet die Stadt ein engmaschiges Netz von Anlaufstellen mit 30 Alten- und Servicezentren sowie den Sozialbürgerhäusern mit ihren Fachstellen häuslicher Versorgung. In der ambulanten Pflege liegt eine besonders wichtige Herausforderung für die Zukunft, weil jeder möglichst lange in seiner Wohnung bleiben möchte und soll.

Nach dem Ende des Pflege-Stammtisches, das Initiator Claus Fussek nach 90 Veranstaltungen und acht Jahren bekannt gegeben hat, wird die Stadt auf keinen Fall zulassen, dass nun eine Lücke in der Münchner Pflegediskussion entsteht.

Schon ab Jahresbeginn 2011 sollen deshalb neue, regelmäßige Diskussionsforen für Probleme der Altenpflege geschaffen werden. Dabei wird unterschieden zwischen Experten-Foren, die dem Erfahrungsaustausch und der Fortbildung dienen und vom Sozialreferat durchgeführt werden, sowie Diskussionsforen für Betroffene, also für Pflegekräfte und Angehörige von Pflegebedürftigen sowie interessierte alte Menschen, zu denen die Beschwerdestelle einladen wird.

Darüber hinaus befasst sich natürlich auch der Stadtrat mehrmals im Jahr mit den strategischen Planungen der Altenhilfe, den Investitionsprogrammen für den stationären und ambulanten Bereich sowie den Berichten von Beschwerdestelle und Heimaufsicht. Soweit daher zu beklagen ist, dass in der Altenpflege grundlegende Verbesserungen immer noch auf sich warten lassen, hat dies mit den bundesgesetzlich geregelten Rahmenbedingungen zu tun und sicher nicht mit fehlendem Engagement vor Ort.


**********AUSGABE 83**********

Wahl des Ausländerbeirats: Machen Sie mit!
Vielfalt leben – Integration fördern: So lautet das Motto des Münchner Ausländerbeirats, der am 28. November neu gewählt wird.

Das 40-köpfige Gremium setzt sich ein für die Interessen der Münchnerinnen und Münchner mit ausländischer Staatsangehörigkeit – und das sind rund 310.000 Menschen.

Gewählt werden kann der Ausländerbeirat aber nicht nur von den in München lebenden Ausländern, sondern auch von Doppelstaatlern und Eingebürgerten, die ihren deutschen Pass nicht länger als zwölf Jahren haben, wenn sie bis 12. November beim Wahlamt einen Antrag auf Aufnahme ins Wählerverzeichnis stellen.

Gegenüber der letzten Wahl des Ausländerbeirates vor sechs Jahren gibt es bei der Wahl am 28. November einige Neuerungen:
• Neu ist etwa, dass alle Kandidatenlisten paritätisch mit Frauen und Männern besetzt sein müssen. Damit sollen Frauen eine größere Chance bekommen, in den Ausländerbeirat gewählt zu werden.
• Wahlberechtigt und wählbar sind erstmals auch Flüchtlinge.
• Abgestimmt wird diesmal nur an einem Tag – dem Wahlsonntag 28. November.
• In jedem Stadtbezirk gibt es mindestens ein eigenes Wahllokal.

Ich bitte alle Wahlberechtigten sehr herzlich: Nutzen Sie Ihr Stimmrecht und gehen Sie am 28. November zur Wahl des Ausländerbeirats! Denn der Ausländerbeirat leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das friedliche Zusammenleben unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen in unserer Stadt:

• Der Ausländerbeirat ist das kommunalpolitische Gremium für Münchnerinnen und Münchner ohne deutschen Pass. Er gibt Empfehlungen und stellt Forderungen an den Stadtrat und die Stadtverwaltung. Er organisiert politische Diskussionsveranstaltungen und macht sich für das kommunale Wahlrecht für Ausländer stark.

• Der Ausländerbeirat kämpft gegen Diskriminierung und für Integration. So hat er zum Beispiel die Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund (AMIGRA) initiiert, vergibt zusammen mit der Stadt München und dem Verein Lichterkette jährlich den Förderpreis „Münchner Lichtblicke“ für Toleranz und Zivilcourage und unterstützt die Anliegen von Flüchtlingen.

• Der Ausländerbeirat schlägt Brücken zwischen Stadtverwaltung, Vereinen, Verbänden, Politik und Bevölkerung. Er organisiert – in Kooperation mit der Landeshauptstadt - Veranstaltungen wie das Internationale Sommerfest im Westpark und das Festival AnderArt. Außerdem fördert er Integrationsprojekte mit einem jährlichen Zuschussetat von rund 120.000 Euro, pflegt den Kontakt zu ausländischen Vereinen und Organisationen und fungiert als Informationsbörse für alle Fragen, die Migrantinnen und Migranten in München betreffen.

Weitere Informationen zur Wahl des Ausländerbeirates finden Sie im Internet-Angebot der Stadt (Link:http://www.muenchen.de/Rathaus/
politik/wahlergebnisse/wahl_ausl2010/416493/index.html)
und unter www.auslaenderbeirat-muenchen.de.

**********AUSGABE 82**********

Bühne frei für den Kinder-Kultur-Sommer
Mitmachen kostet nichts – unter diesem Motto steht der Kinder-Kultur-Sommer (KiKS) 2010, der seit Juni
läuft. Das komplette Programm findet man im KiKS-Reiseführer: Auf knapp 100 Seiten führt das knallorange
Heft durch den Kinder-Kultur- Sommer 2010. Für den Zeitraum von Juni bis September listet der KiKSReiseführer Veranstaltungen von fast 200 Partnern für Kinder und Jugendliche von fünf bis 15 Jahren auf.

Damit man bei diesem Riesen-Angebot nicht den Überblick verliert, ist der KiKS-Reiseführer in acht Themeninseln mit verschiedenen Schwerpunkten aufgeteilt: So erfahren junge Naturfreunde unter der Rubrik „Grünland“, wo sie eine Schafherde in der Stadt finden oder wie die Indianer leben können. Unter der Rubrik „Bilderlust“ werden junge Künstler angeregt, ihren eigenen Comic zu zeichnen oder ein Video zu drehen. Musik-, Tanz- und Theaterangebote für Kids finden sich im Kapitel „Schönlaut“, Sport- und Spielangebote unter dem Stichwort „Spielball“. Wo man Zirkusluft schnuppern und sich selbst als Artist versuchen kann, listet die Rubrik „Schwerelos“ auf.

Zu den großen Attraktionen, die im KiKs-Reiseführer zu finden sind, gehört auch die Spielstadt Mini-München International, die vom 3. bis 21. August im Olympiapark ihre Pforten öffnet. Die Stadt der Kinder feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren organisieren dort ihre eigenes Stadtleben: Im Einwohnermeldeamt erhalten sie ihren persönlichen Stadtausweis, sie können studieren oder arbeiten und „MiMüs“ verdienen, um im Supermarkt einzukaufen, im Gasthaus zu essen oder ins Kino zu gehen.

Den KiKs-Reiseführer gibt es ab sofort kostenlos in der Stadt-Information im Rathaus, im Jugendinformationszentrum, Herzogspitalstraße 24 sowie in zahlreichen weiteren KiKSReisebüros
(Link http://www.kiksmuenchen.de/index.php?id=35). Ausführliche Informationen zum Programm des Kinder-Kultur-Sommers 2010 findet man auch im Internet unter www.kiks-muenchen.de.

**********AUSGABE 81**********

Millionen-Investitionen für die Bildung
Die Stadt investiert auch in Zeiten stark rückläufiger Gewerbesteuereinnahmen kräftig in die Münchner Schulen – zum Beispiel in die Gymnasien, für die ein umfangreiches Bau- und Sanierungsprogramm geplant ist. Das Maßnahmenpaket mit einem Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro sieht Erweiterungs- sowie Renovierungs- und Umbauarbeiten an zehn Münchner Gymnasien vor.

Darüber hinaus stehen mittel- und langfristig mit den geplanten Neubauten von drei Gymnasien im Münchner Osten, Norden und Westen weitere große Schulbauvorhaben bevor, die einen zusätzlichen Investitionsbedarf in Höhe von rund 165 Millionen Euro auslösen werden. Für das im Münchner Osten an der Friedenspromenade geplante Gymnasium wurde dem Stadtrat im Dezember letzten Jahres bereits das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs vorgestellt.

Zusätzlich werden derzeit bereits das Städtische St.-Anna-Gymnasium und das Staatliche Giselagymnasium mit Baukosten von insgesamt rund 40 Millionen Euro erweitert und instandgesetzt. Im Herbst 2009 wurde die umfassende Instandsetzung des Städtischen Schulzentrums an der Quiddestraße mit ebenfalls rund 40 Millionen Euro abgeschlossen.

Auch bei den Berufsschulen wurde in den letzten Jahren ein einzigartiges Investitionsprogramm von rund 260 Millionen Euro realisiert. Damit ist das berufliche Schulwesen Münchens, das seit den Zeiten des legendären Stadtschulrats Georg Kerschensteiner einen international guten Ruf genießt, wieder führend in der Bundesrepublik.

München hat das größte kommunale Schulwesen in Deutschland. Von 344 öffentlichen Schulen in der Landeshauptstadt sind 120 städtisch, darunter 20 Realschulen, 14 Gymnasien und über 80 berufliche Schulen.

Bildung ist jedoch eigentlich Verfassungsauftrag des Freistaats Bayern. Freistaat und Kommunen wirken dabei grundsätzlich in der Weise zusammen, dass der Staat den Personalaufwand und die Kommunen den Sachaufwand für Schulgebäude und Lehrmittel tragen. Allein für den Unterhalt der Schulgebäude wendet die Stadt – zusätzlich zu den umfangreichen Investitionsprogrammen – jährlich rund 38 Millionen Euro auf.

Der Freistaat Bayern leistet dagegen seinen Beitrag für den Personalaufwand der vielen städtischen Schulen höchst unzureichend: Rund 316 Millionen Euro muss die Stadt jährlich für Personalkosten an Schulen aufwenden. Dafür erhält sie vom Freistaat rund 130 Millionen Euro erstattet. Damit verbleibt der Stadt ein stattliches Defizit von 186 Millionen Euro jährlich – da geht es nicht an, dass der bayerische Schulminister sich in der aktuellen Diskussion um mehr Eingangsklassen an Gymnasien aus der Verantwortung stehlen und statt dessen der Stadt zusätzliche Personalkosten zumuten will.

**********AUSGABE 80**********

Wir investieren in Kinderbetreuung und Bildung

Schnulleralarm in München:

Seit Jahren schon können wir laufend neue Geburtenrekorde verzeichnen – und 2009 wurde wieder ein neuer Höchststand erreicht. 14.306 Kinder kamen in München im vergangenen Jahr zur Welt. So viele wurden zuletzt vor dem „Pillenknick“ vor über 40 Jahren geboren.

Diese erfreuliche Entwicklung, mit der München sich deutlich vom bundesweiten Trend sinkender Geburtenzahlen abhebt, ist für die Stadt aber auch eine große Herausforderung: Denn immer mehr Kinder bedeutet auch mehr Bedarf an Betreuungsangeboten. Seit Jahren hat der Ausbau der Kinderbetreuung deshalb höchste Priorität für die Stadt und läuft weiter auf Hochtouren.

1.900 neue Betreuungsplätze für Kinder So kommen zu den derzeit 11.300 Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Alter von drei Jahren im laufenden Jahr über 900 neue Krippenplätze in insgesamt 24 Einrichtungen hinzu. Der Versorgungsgrad in dieser Altersgruppe steigt damit von derzeit 28,6 auf über 31 Prozent. Bis zum Jahr 2013 will die Stadt einen Versorgungsgrad von 43 Prozent erreichen.

Für Kinder über drei Jahren werden in diesem Jahr darüber hinaus 775 Kindergarten- und 225 Hortplätze in 15 Kindertageseinrichtungen neu geschaffen. Allein dafür investiert die Stadt rund 33 Millionen Euro.

Kinderbetreuung unter einem Dach
Auch organisatorisch werden die Betreuungsangebote für Kinder, die bisher noch auf das Sozial- und das Schulreferat verteilt sind, in Zukunft zusammengefasst. Zum 1. Januar 2011 wird der neue „optimierte Regiebetrieb Kindertageseinrichtungen“ im Schulreferat seinen Betrieb aufnehmen. Damit erhalten Eltern einen einzigen Ansprechpartner und der Ausbau der Kinderbetreuung kann noch besser koordiniert werden. Die Details der Zusammenführung wird der Stadtrat 2010 festlegen.

Mehr Ganztagsbetreuung an den Schulen
Parallel zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen wird auch das Ganztagsangebot an den Münchner Schulen 2010 weiter ausgebaut. Alle städtischen Realschulen und Gymnasien haben bereits bedarfsorientierte Ganztagsangebote. Hier wird der Ausbau insbesondere an den Realschulen nachfrageorientiert fortgesetzt.

Um die Einrichtung von Ganztagsklassen auch an staatlichen Grund-, Hauptund Förderschulen zu fördern, stellt die Stadt zudem pro Klasse 20.000 Euro zur Verfügung. Hier ist aber vor allem der Freistaat selbst gefordert, endlich mehr Ganztagszüge einzurichten. An den 130 staatlichen Münchner Grundschulen werden derzeit nur neun Ganztagszüge angeboten.

73 Millionen Euro für Schulbauten
Neben den Betreuungsangeboten selbst erfordert auch der Unterhalt und der Ausbau von Schulgebäuden erhebliche Investitionen. Für Erweiterungen, Sanierungen und Umbauten gibt München 2010 insgesamt rund 73 Millionen Euro aus. Allein die Erweiterung und Generalinstandsetzung des Giselagymnasiums und des St. Anna-Gymnasiums, die heuer abgeschlossen werden, kosten jeweils rund 19 Millionen Euro. Für das geplante neue Gymnasium im Münchner Norden, auf dem Gelände der ehemaligen Kronprinz-Rupprecht-Kaserne, will die Stadt noch heuer die nötigen Flächen erwerben.

**********AUSGABE 79**********

Die Münchner Tram – ein Erfolgsmodell
Die Münchner Tram zieht immer mehr Fahrgäste an und bietet ihnen immer mehr: größere Platzkapazitäten, mehr Komfort, mehr Schnelligkeit, zusätzliche Strecken.

Bis 2011 investiert die MVG, die Verkehrsgesellschaft der Stadt München, gut 40 Millionen Euro in den Wagenpark. Er wird durch 14 neue Züge vom Typ Variobahn ergänzt bzw. teilweise ersetzt. Vier Variobahnen werden bereits in den nächsten Wochen ausgeliefert bzw. in Betrieb genommen. Weitere zehn Züge kommen 2011. Damit wächst der Trambahn-Wagenpark auf 102 Züge an, die zusammen mehr als 18.000 Plätze bieten – gut 15 Prozent mehr als jetzt. Die Variobahnen eignen sich aufgrund ihrer großen Kapazität von ca. 220 Plätzen vor allem für Linien mit einem hohen Fahrgastaufkommen.

Die Variobahn bietet Komfort und angenehmes Ambiente. Besondere Merkmale der Münchner Variobahn sind die sechs breiten Türen, große Fensterflächen, große Mehrzweckräume auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer. Barrierefreiheit
wird selbstverständlich groß geschrieben, auch die Orientierungsmöglichkeit für sehbehinderte Fahrgäste im Innenraum wurde verbessert.

Für die Neubeschaffung waren mehrere Gründe ausschlaggebend. Die Fahrgastzahlen steigen, das seit Mitte der 90er Jahre modernisierte und wieder erweiterte Trambahnnetz wird zunehmend von seinem eigenen Erfolg überrollt.

Insbesondere in den letzten Jahren – nach Abschluss der sehr erfolgreichen Tram-Beschleunigung – hat die Nachfrage
stetig zugenommen. Die Zahl der Kunden stieg allein in den letzten fünf Jahren, also seit 2004, um rund 10 Prozent. Seit 2007 zählt die Tram wieder mehr als 90 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Angesichts dieses großen und wahrscheinlich weiter wachsenden Kundenzuspruchs braucht die MVG mehr und auf einigen Linien größere Fahrzeuge.

Im Dezember 2009 geht die neue Tramlinie 23 in Betrieb, mit der die Parkstadt Schwabing einen attraktiven ÖPNVAnschluss erhält. Die neue, etwa drei Kilometer lange Linie verläuft von der Münchner Freiheit zum Frankfurter Ring. Über den Mittleren Ring führt eine 84 Meter lange Tragseilbrücke mit Pylon, die neben der Straßenbahn auch Fußgängern und Radfahrern Raum bietet.

Ab 2011 soll die Straßenbahn zwischen Bogenhausen und St. Emmeram fahren, das sind ca. 4,3 Kilometer neue Trambahnstrecke. In der jetzigen Fahrzeug-Neubeschaffung sind zunächst diese beiden neuen Linien berücksichtigt. Für
2013 ist dann die Verlängerung der Tram 19 zum Pasinger Bahnhof vorgesehen (ca. 700 Meter). Weitere Projekte stehen auf der Agenda, nämlich die Westtangente (vom Romanplatz über Laim zur Aidenbachstraße), die Nordtangente (die Neuhausen mit Schwabing und Bogenhausen verbindet, inklusive des Englischen Gartens) und möglicherweise die Verlängerung der Linie 19 über Neuaubing nach Freiham.

Nachdem manche sie bereits aufs Abstellgleis stellen wollten, erlebte und erlebt die Tram in München in meiner Amtszeit eine Renaissance. Und mit der Wertschätzung der Tram steht München nicht allein: Auch in vielen europäischen Großstädten, die noch vor einigen Jahrzehnten die Trambahn aus ihrem Stadtbild verbannt hatten, steht der Neubau von Trambahnlinien inzwischen wieder auf der Tagesordnung.

**********AUSGABE 78**********

Die Stadtsparkasse – erfolgreich und sozial engagiert
Während andere Banken mit Milliardenhilfen des Staates gerettet werden müssen, konnte die Münchner Stadt-sparkasse im vergangenen Jahr – mitten in der größten Bankenkrise – Rekordgewinne verzeichnen. Verunsicherte Kunden anderer Geldinstitute entdeckten die Sparkasse mit ihrer seriösen Anlagepolitik als sicheren Hort in unsicheren Zeiten; die Einlagen der Sparkassenkunden stiegen im Jahr 2008 um 800 Millionen Euro auf 11,9 Milliarden. Trotz der weltweiten Finanzkrise erzielte das städtische Kreditinstitut so bereits zum zweiten Mal in Folge das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens. Das Betriebsergebnis des Rekordjahres 2007 konnte nochmals um 13 Prozent gesteigert werden. Davon profitieren nicht nur die mittlerweile 830.000 Kunden des Geldinstituts, sondern alle Münchner. Denn die Stadtsparkasse ist im wahrsten Sinne des Wortes „Die Bank unserer Stadt“. Sie ist nicht nur ein wichtiger Gewerbesteuerzahler, sondern hat im vergangenen Jahr auch knapp vier Millionen Euro an Gewinnen an die Stadt ausgeschüttet, die nun für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stehen. Doch die Stadtsparkasse engagiert sich auch ganz direkt zum Wohl der Stadtgesellschaft. Mit fünf Stiftungen fördert sie Kultur, Straßenkunst, Altenhilfe, Kinder und Jugendliche sowie sozial Bedürftige in der Stadt. Die Stiftungen sind mit insgesamt rund 29 Millionen Euro Kapital ausgestattet, die Zinserträge kommen sozialen und gemeinnützigen Projekten zugute. Insgesamt 240 Projekte und Einrichtungen haben die Stadtsparkasse und die von ihr gegründeten Stiftungen im Jahr 2008 unterstützt – mit 4,8 Millionen Euro an Spenden und Sponsorengeldern.

Nach der jüngsten Stiftung „Soziales München“, die die Stadtsparkasse anlässlich des 850. Stadtgeburtstages im vergangenen Jahr eingerichtet und mit zehn Millionen Euro Kapital ausgestattet hat, macht das Kreditinstitut der Stadt nun erneut ein besonderes Geschenk: Zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung Straßenkunst der Stadtsparkasse finanziert diese als alleiniger Förderer ein Museum im Alten Südfriedhof. Die ehemalige Aussegnungshalle wird zum Ausstellungsraum für wertvolle Skulpturen, Bronzetafeln und Büsten umgestaltet, die aus den Beständen des Friedhofs stammen und Besuchern einen Blick auf die Geschichte Münchens ermöglichen. Denn der Alte Südfriedhof mit seinen zahlreichen Gräbern bekannter Persönlichkeiten der Stadtgeschichte ist ein bedeutsames kunst- und kulturhistorisches Denkmal. Für die Sanierung der Halle hat die Stiftung Straßenkunst 70.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weitere 80.000 Euro fließen in die Ausgestaltung des Museums, das im Herbst eröffnet werden soll. Mit ihrer großartigen Unterstützung der Münchner Kulturszene, der Kunst im öffentlichen Raum, aber auch der Senioren sowie der Kinder und Jugendlichen ist die Stadtsparkasse München eines der stifterisch engagiertesten Unternehmen in Deutschland! Dieses gesellschaftliche Engagement – auf der Grundlage soliden Wirtschaftens – macht deutlich, wie wichtig der Erhalt des Geschäftsmodells der öffentlich-rechtlichen Sparkassen für uns alle ist.

**********AUSGABE 77**********

Die U-Bahn auf Erfolgskurs
U-Bahn, Bus und Tram sind bei den Münchnern als Verkehrsmittel so gefragt und beliebt wie nie. Das zeigen beeindruckend die jüngsten Fahrgastzahlen, die die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) jüngst veröffentlicht hat: Mehr als 480 Millionen Fahrgäste haben im vergangenen Jahr die öffentlichen Verkehrsmittel der MVG genutzt. Das ist wieder ein neuer Fahrgast-Rekord - der fünfte in Folge!

Besonders beliebt ist bei den Münchnern die U-Bahn. Sie ist das am meisten genutzte öffentliche Verkehrsmittel. Rund 349 Millionen Fahrgäste waren 2008 mit ihr unterwegs, 13 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Das zeigt, wie richtig und wichtig es war, dass die Stadt den öffentlichen Nahverkehr seit Jahren konsequent ausbaut. Seit meinem Amtsantritt 1993 ist das Münchner U-Bahn-Netz von knapp 65 auf über 100 Kilometer angewachsen. 13 neue U-Bahnstrecken mit knapp 40 Kilometern Länge und 30 neue U-Bahnhöfe wurden seitdem eröffnet. Die U6 fährt mittlerweile bis Garching, die U1 und die U3 wurden bis zum Olympia-Einkaufszentrum verlängert - um nur einige Beispiele aus der jüngeren Zeit zu nennen.

Und die Stadt investiert weiter in den Ausbau des U-Bahnnetzes. So konnte im Mai Richtfest gefeiert werden für die Verlängerung der U3-Nord vom Olympia-Einkaufszentrum bis Moosach. Wenn alles weiter wie geplant läuft, wird Ende 2010 die erste U-Bahn auf der neuen Strecke zum Bahnhof Moosach fahren. Den rund zwei Kilometer langen neuen Streckenabschnitt werden nach Schätzungen der MVG 38.000 Fahrgäste pro Tag nutzen. Sie erhalten damit nicht nur eine optimale Verkehrsanbindung vom Münchner Norden in Richtung Olympiapark, Schwabing und Innenstadt. Am Kreuzungsbahnhof Olympia-Einkaufszentrum entsteht zudem eine neue Umsteigemöglichkeit zur U1.

Der Bahnhof Moosach entwickelt sich mit der Verknüpfung von U- und S-Bahn durch die neue Linie zu einem zukunftsweisenden Verkehrsknotenpunkt. Denn die verlängerte U3 hat hier direkten Anschluss an die Flughafenlinie S1. Damit verkürzt sich nicht nur für die Bewohner des Münchner Nordens die Fahrtzeit zum Flughafen deutlich, sondern der neue Bahnhof Moosach sorgt so auch für die direkte Vernetzung von Olympiapark und Flughafen - ein weiteres Plus für Münchens Olympia-Bewerbung.

In Planung befinden sich derzeit die Verlängerung der U4 vom Arabellapark nach Englschalking und die Verlängerung der U6 vom Klinikum Großhadern nach Martinsried.

Verschiedene weitere Optionen werden noch untersucht, so die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing und der Bau einer U-Bahn-Tangente, die die Linien U6 und U2 zwischen den Bahnhöfen Fröttmaning und Am Hart verbindet. Auch eine zusätzliche U-Bahn-Strecke zwischen Implerstraße und Münchner Freiheit ist auf längere Sicht vorstellbar.

Das Kernproblem des unterirdischen Schienenverkehrs ist aber die Überlastung der S-Bahn-Stammstrecke, die an ihre Kapazitätsgrenzen stößt und eine beachtliche Störanfälligkeit aufweist. Die 2. Stammstrecke, die der Freistaat Bayern nach jahrelanger Diskussion seit einem Jahrzehnt verspricht und seit einer Untersuchung im Jahr 2001 mit Zustimmung und Unterstützung der Stadt vorantreibt, muss jetzt ohne jede weitere Verzögerung realisiert werden. Nur so ist eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Öffentlichen Nahverkehrs in München möglich. Zum Glück hat man sich in den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren nicht durch die hohen Kosten vom Tunnelbau für U-Bahn und S-Bahn abhalten lassen. Andernfalls würde München heute in Lärm und Qualm ersticken!

**********AUSGABE 76**********

Die Stadt fördert Existenzgründer
Die Stadt unterstützt Existenzgründer seit vielen Jahren durch finanzielle Förderung, Räume und Beratung. Dies hat zur gesunden Münchner Wirtschaftsstruktur mit ihrem speziellen Mix aus großen Unternehmen und Global Playern, aber auch vielen kleineren und mittleren Betrieben aus den unterschiedlichsten Handwerks-, Wirtschafts- und Technologiezweigen beigetragen. Diese „Münchner Mischung“ hat sich schon in früheren Krisenzeiten als besonders stabil und robust erwiesen. Denn neue Arbeitsplätze entstehen vor allem in mittelständischen Unternehmen und durch erfolgreiche Unternehmens-gründungen.

Seit über zehn Jahren ist das Münchner Existenzgründungs-Büro (MEB), eine Kooperation der Stadt mit der IHK für München und Oberbayern, als zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Gründungs-formalitäten, Rechtsformwahl, Unternehmenskonzept, öffentlichen Finanzierungshilfen, Gründungsnetzwerken und Gründungszentren unterstützend tätig. Seitdem gab es über 169.000 Kundenkontakte, etwa 14.000 intensive Beratungsgespräche mit Gründungswilligen wurden geführt. Eine 2007 durchgeführte Auswertung hat ergeben, dass 59 Prozent der 600 befragten, im MEB beratenen Unternehmen tatsächlich gegründet wurden und insgesamt 1.880 Arbeitsplätze geschaffen hatten.

Mit dem Förderprogramm „München-Fonds“, das 1998 ins Leben gerufen wurde, haben die Stadt und die Stadtsparkasse darüber hinaus bereits über 129 Existenzgründern den Sprung in die Selbständigkeit ermöglicht. Auch die


         
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